Klimaanpassung

Grüne, wassersensible Städte: Hubertz stellt Konzept vor


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Grün und Wasser leisten einen wichtigen Beitrag für klimaresiliente, gesunde und soziale Städte. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat Handlungsempfehlungen vorgestellt. Kommunen werden gefördert.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat in Berlin die Agenda "Stadt grün-blau" vorgestellt. Das Handlungsprogramm soll zeigen, wie Städte durch mehr Grün und einen besseren Umgang mit Wasser lebenswerter und widerstandsfähiger werden können.

Die Agenda knüpft an das "Weißbuch Stadtgrün" an. Beteiligt waren neben Bundesressorts auch Verbände, Vereine, Stiftungen und Experten aus Wissenschaft und kommunaler Praxis. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie der Bund Städte und Gemeinden gezielt bei der Weiterentwicklung der Grün- und Freiraumentwicklung unterstützen kann.

Stadt grün-blau: Handlungsprogramm in fünf Fokusthemen

Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, mit denen Städte Grünflächen stärken und Wasser besser in die Planung integrieren können – etwa, um Hitze zu reduzieren, die Gesundheit zu fördern und öffentliche Räume attraktiver zu gestalten.

Die Agenda setzt Schwerpunkte für die laufende und kommende Legislaturperiode: Grüne, wassersensible Stadtentwicklung soll stärker ressort- und fachübergreifend umgesetzt werden. Das Handlungsprogramm ist in fünf Fokusthemen gegliedert:

  1. Grün-blau vital: Der Fokus richtet sich auf die wassersensible Stadtentwicklung und das Prinzip der Schwammstadt.
  2. Grün-blau gesund: Adressiert die Bedeutung von urbanem Grün für Gesundheit und Vorsorge.
  3. Grün-blau sozial: Beleuchtet den Beitrag grün-blauer Infrastruktur für soziale Teilhabe, gutes Zusammenleben und Umweltgerechtigkeit.
  4. Grün-blau statt grau: Betrachtet die Nutzung von Flächenpotenzialen – von Schulhöfen bis Straßenräumen, die für grün-blaue Infrastruktur mobilisiert werden können.
  5. Grün-blau kompetent: befasst sich mit Querschnittsthemen wie Daten, Digitalisierung und Planungsinstrumenten und soll bis zum Herbst 2026 bearbeitet werden.

"Jeder entsiegelte Platz, jeder neue Baum und jede begrünte Straße macht einen Unterschied: für kühlere Quartiere, bessere Luft und mehr Lebensqualität im Alltag", erklärte Hubertz bei Vorstellung der Agenda auf dem Bundeskongress "Grün in der Stadt".

Grün-blaue Infrastruktur sei im Zusammenspiel mit Maßnahmen wie dem Bauturbo, dem Upgrade des Baugesetzbuchs (BauGB) und europäischen Vorgaben zur Wiederherstellung der Natur ein integraler Bestandteil moderner und zukunftsfähiger Stadtentwicklung.

BMWSB Weißbuch "Stadtgrün" (PDF)

BMWSB und BBSR Forschungsprojekt: Agenda Stadt grün-blau

Klimaanpassung: Handlungsempfehlungen zum Hitzeschutz

Hubertz-Vorgängerin Klara Geywitz (SPD) hatte im Sommer 2024 eine Strategie für Stadtplaner und Bauingenieure vorgelegt. Empfohlen wurden unter anderem Parks, Straßenbäume, grüne Dächer, die für Abkühlung sorgen, Sonnensegel und Flächen, wo Regen versickern kann. Die Hitzeschutzstrategie zeigt, welche Maßnahmen bereits gegen Hitze greifen und wo künftig Wärmestau in den Städten vermieden werden kann.

Geplant war, mit der großen Baugesetzbuch-Novelle Kommunen bei Bauvorhaben mehr Handlungsspielraum bei Klimaanpassungsvorgaben einzuräumen – die BauGB-Reform wurde von der Ampel-Koalition nicht mehr verabschiedet und wird derzeit von der neuen schwarz-roten Bundesregierung für das parlamentarische Verfahren vorbereitet.

Handlungsstrategie "Hitzeschutz in der Stadtentwicklung und dem Bauwesen" (Download)

Förderprogramme zur Klimaanpassung

In der Städtebauförderung ist Klimaanpassung ein Förderkriterium.

Auch im Bundesprogramm "Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" nutzen die Kommunen die Gelder, um den Hitzeschutz zu verbessern. Städte und Gemeinden sind aufgerufen, bis zum 30.6.2026 geeignete Projekte zur Förderung einzureichen.

Bundesprogramm "Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" (KlimaRäume)

Städtebauförderung Klima und Umwelt: Videos, Praxisbeispiele, Arbeitshilfen und weitere Informationen


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dpa

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