Spitzenreiter bei den Büromieten ist Frankfurt am Main: Hier werden aktuell bis zu knapp 30 Euro für den Quadratmeter bezahlt – Tendenz steigend Bild: Corbis

Die Büromieten in den sieben deutschen A-Städten sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr mit durchschnittlich 3,3 Prozent deutlich stärker gestiegen als in den von Catella untersuchten 13 B-Städten mit 2,4 Prozent. Grund sei eine hohe Neigung der Investoren hin zu Topmärkten und die zu geringe Neubautätigkeit. Auch der Rendite-Abstand zwischen A- und B-Standorten wird größer und liegt bei aktuell 203 Basispunkten. 

Insgesamt hat Catella 76 deutsche Bürostandorte untersucht. Spitzenreiter bei den Mieten ist aktuell Frankfurt am Main mit 39,90 Euro pro Quadratmeter. In Salzgitter wurde mit sieben Euro pro Quadratmeter der geringste Wert gemessen.

Spitzenrendite in den Top 7 erstmals unter Vier-Prozent-Schwelle

Mit einer durchschnittlichen Spitzenrendite von 3,30 Prozent an den sieben A-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart unterschritt diese Kategorie erstmals die Vier-Prozent-Schwelle. Gegenüber 2016 ist das ein Rückgang um 37 Basispunkte. Die durchschnittliche Spitzenmiete an den A-Standorten liegt Catella zufolge derzeit bei 29,37 Euro pro Quadratmeter.

Spitzenreiter an den A-Standorten sind München und Berlin mit jeweils 3,0 Prozent Spitzenrendite, der höchste gemessene Wert über alle 76 untersuchten Standorte hinweg wird in Solingen erzielt mit 8,5 Prozent, gefolgt von Wilhelmshaven mit 8,0 Prozent. Die durchschnittliche Spitzenmiete in den 13 B-Städten liegt aktuell bei 14,93 Euro pro Quadratmeter. Die Spitzenrendite sank um 13 Basispunkte auf 5,33 Prozent.

Wo für die kommenden sechs Monate wachsende Mieten erwartet werden

Für folgende Märkte geht Catella davon aus, dass die Spitzenmieten in den kommenden sechs Monaten weiter wachsen werden. In allen anderen untersuchten Märkten werden die Mieten stabil bleiben oder sinken.

Unter den Top 7 ist nur Düsseldorf nicht vertreten: Hier werden Catella zufolge die Mieten stabil bleiben. Die aktuelle Spitzenmiete liegt in Düsseldorf bei 27,00 Euro pro Quadratmeter, die Brutto-Spitzenrendite bei 3,5 Prozent.

Städte alphabetisch geordnetaktuelle Spitzenmiete in Euro pro Quadratmeteraktuelle Spitzenanfangsrendite in Prozent (brutto)
Augsburg12,005,8
Berlin (Top 7)30,003,0
Bielefeld12,806,4
Bonn20,005,1
Bremen13,804,9
Darmstadt13,505,9
Dortmund14,205,7
Dresden12,505,5
Erlangen13,606,5
Essen14,805,4
Frankfurt (Top 7)39,903,2
Hamburg (Top 7)26,503,1
Hannover15,304,7
Heidelberg16,005,6
Karlsruhe14,205,8
Köln (Top 7)22,003,8
Leipzig13,505,5
Mainz13,505,9
Mannheim16,505,7
München (Top 7)36,503,0
Münster15,004,8
Nürnberg15,254,8
Osnabrück12,756,7
Potsdam14,506,2
Stuttgart (Top 7)14,503,5
Wiesbaden15,005,4

Keine überdurchschnittlichen Investments an C- und D-Standorten

Der große Rendite-Abstand zwischen A- und B-Standorten drückt sich laut Catella nicht nur in der sehr hohen Investorenneigung auf die A-Standort-Kategorie aus. "In dieser Differenz spiegelt sich auch das rationale Marktagieren von Investoren an den so genannten B-Standorten wider", sagt Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella.

Trotz der attraktiven Rendite-Kennziffern ließen sich jedoch bisher keine überdurchschnittlichen Investmentaktivitäten an den C- und D-Standorten feststellen. "Die Mehrzahl der Investitionen dort resultiert aus Portfolioaktivitäten oder basiert auf der Nachfrage lokaler Investoren", so Beyerle.

Die durchschnittliche Spitzenmiete an den C-Standorten ist laut Catella um 1,6 Prozent auf aktuell 12,71 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Spitzenrendite fiel um zehn Basispunkte auf 6,26 Prozent. Die Spitzenmiete n den D-Standorten stieg um 0,58 Prozent im Jahresvergleich auf nun 10,31 Euro pro Quadratmeter. Die Spitzenrendite ließ um vier Basispunkte nach auf 6,98 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Investor, Rendite

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