19.07.2012 | BNP Paribas Real Estate

Büroinvestments erobern Spitzenposition zurück

Vor allem private Investoren legen ihr Geld in Büros an
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im 1. Halbjahr 2012 haben Büroobjekte wieder die Spitzenposition bei den Nutzungsarten eingenommen, nachdem sie 2011 hinter Einzelhandelsimmobilen mit deutlichem Abstand den zweiten Platz belegt hatten. Das ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Mit einem bundesweiten Transaktionsvolumen von 3,89 Milliarden Euro wurde das vergleichbare Vorjahresergebnis um knapp 45 Prozent überboten. "Der Anteil der Büroinvestments am gewerblichen Investmentumsatz beläuft sich insgesamt auf gut 40 Prozent", sagt Sven Stricker, Geschäftsführer und Bereichsleiter Investment von BNP Paribas Real Estate.

Am meisten investiert wurde in München

Die deutschen Top-Standorte haben von der positiven Umsatzentwicklung profitiert. Insgesamt belief sich der Investmentumsatz an den Big-Six-Standorten im 1. Halbjahr auf 2,92 Milliarden Euro, was einer Steigerung um etwa 35 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2011 entspricht. Gleichzeitig entfallen damit etwa drei Viertel des in Büroobjekte investierten Transaktionsvolumens auf die Top-Standorte.

Innerhalb der einzelnen Standorte sind erhebliche Unterschiede erkennbar. Während Frankfurt mit einem Umsatz von rund 619 Millionen Euro (-23 %), Hamburg mit 397 Millionen Euro (-19 %) und Köln mit lediglich 110 Millionen Euro (-34 %) Umsatzeinbußen verkraften mussten, legten andere Städte teilweise deutlich zu. Am meisten investiert wurde mit 980 Millionen Euro in München (+254 %).

Spürbare Umsatzsteigerung in Düsseldorf

Aber auch Berlin mit knapp 543 Millionen Euro (+66 %) zeigte sich robust und eroberte den dritten Platz hinter München und Frankfurt. Eine spürbare Umsatzsteigerung war in Düsseldorf zu beobachten, wo 272 Millionen Euro umgesetzt wurden (+160 %). Bemerkenswert ist, dass dieses Ergebnis ohne Großdeal erreicht wurde, was für eine rege Aktivität im kleinen und mittleren Marktsegment spricht.

Großdeals an erster Stelle

Mit einem Anteil von 61 Prozent am Ergebnis liegen große Deals über 50 Millionen Euro an erster Stelle. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerten sie ihren Anteil noch einmal um zehn Prozentpunkte. Nahezu gleichauf liegen die Größenklassen von zehn bis 25 Millionen Euro und zwischen 25 bis 50 Millionen Euro, die auf Anteile von jeweils rund 16 Prozent kommen. Kleinere Deals unter zehn Millionen Euro waren bislang lediglich mit rund sieben Prozent am Transaktionsvolumen beteiligt.

Private Investoren am aktivsten

Die aktivste Käufergruppe waren private Investoren und Family Offices, die auf einen Anteil von knapp 19 Prozent des Investmentumsatzes kommen. Dahinter folgen erwartungsgemäß geschlossene Fonds (15 %), Equity/Real Estate Funds (11 %) und Spezialfonds mit knapp zehn Prozent. Umsatzanteile von jeweils rund neun Prozent entfallen darüber hinaus noch auf Projektentwickler und Versicherungen. Offene Fonds kommen auf einen Anteil von knapp fünf Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbeimmobilien, Einzelhandelsimmobilie

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