Geisterhäuser: Spekulativer Leerstand in Wohnimmobilien

In allen deutschen Großstädten gibt es sie: Wohnhäuser, die trotz guter Lage und angespanntem Wohnungsmarkt jahrelang leer stehen und verwahrlosen. Mit diversen Mitteln versuchen die Kommunen, die Eigentümer dazu zu bewegen, diese Immobilien wieder einer Wohnnutzung zuzuführen – oft ohne Erfolg.

Erst wenige Wochen war Hessens Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori im Amt, als er im März dieses Jahres eine spektakuläre Gesetzesinitiative ankündigte: Spekulativer Leerstand solle verboten werden. "Ich gehe davon aus, dass in einer Stadt wie Frankfurt mehrere tausend Wohnungen, möglicherweise sogar im fünfstelligen Bereich, mobilisiert werden könnten, die aus spekulativen Gründen leer stehen", sagte der sozialdemokratische Politiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Frankfurt am Main ist kein Einzelfall. Ob in München oder Hamburg, in Ulm oder Freiburg, in Berlin oder Tübingen – in vielen deutschen Städten ist der Umgang mit dauerhaft leerstehenden Wohnhäusern ein politisches Dauerthema.

Der Streit um ungenutzte Immobilien in Top-Lagen

Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Immobilien in strukturschwachen Gegenden mit hohem Leerstand, deren Eigentümerinnen und Eigentümer schlicht keine Mieter finden und mangels Mieteinnahmen finanziell nicht in der Lage sind, ihre Objekte zu unterhalten. ...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Immobilienwirtschaft.
Immobilienwirtschaft 3/2024

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