Von der Anhebung des Mindestlohns sollen rund 600.000 Gebäudereiniger profitieren Bild: Dieter Schütz ⁄

Gebäudereiniger sollen ab dem 1. März einen höheren Mindestlohn bekommen. Das berichtete vorab die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundesarbeitsministerium. Entsprechende Verordnungen hat das Bundeskabinett nun am 21. Februar gebilligt, wie die Bundesregierung mitteilt.

In der Verordnung, wie sie von der "Rheinischen Post" zitiert wird, wird Gebäudereinigern in Westdeutschland der Lohngruppe I 10,30 Euro pro Stunde zugebilligt. Bisher waren es zehn Euro. In Ostdeutschlands soll der Satz von 9,05 auf 9,55 Euro steigen. Von der Anhebung sollen bundesweit rund 600.000 Gebäudereiniger profitieren.

Bei den Gebäudereinigern soll das Mindestentgelt dann ab dem 1.12.2020 in Ost- und Westdeutschland für die oberste Lohngruppe einheitlich 10,80 Euro pro Stunde betragen.

Laut Mitteilung der Bundesregierung müssen die Branchenmindestlöhne auch in Betrieben gezahlt werden, die nicht tariflich gebunden sind und gelten auch für Beschäftigte, die von ausländischen Unternehmen nach Deutschland entsandt werden, um hier zu arbeiten.

Mit den Verordnungen werden die Branchen-Mindestlöhne für allgemeinverbindlich erklärt. Das bedeutet, dass mit diesem Schritt die Tarifeinigung auch auf nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgedehnt wird. Die Anhebung war im vorigen November von den Tarifvertragsparteien ausgehandelt worden.

 

Schlagworte zum Thema:  Mindestlohn, Gebäudereinigung

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