25.06.2015 | Tarifvertrag

Mehr Lohn für Beschäftigte in der Wohnungswirtschaft

Tarifvertrag für die Immobilienwirtschaft: Ab dem ersten Juli gibt es mehr Geld
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf eine Lohnerhöhung für die Beschäftigten der deutschen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft geeinigt. In den Lohngruppen I bis III wurde ein Festbetrag von 70 Euro monatlich für das erste Jahr ausgehandelt. Die höheren Lohn- und Gehaltsgruppen erhalten 2,4 Prozent mehr. Im zweiten Jahr sollen alle Beschäftigten einheitlich 2,2 Prozent mehr Geld bekommen.

Bezahlt wird nach dem neuen Tarifvertrag ab dem 1. Juli. Verdi und die IG Bau hatten für die 64.000 Beschäftigten der Immobilienwirtschaft einen Festbetrag von monatlich 215 Euro gefordert, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Die Arbeitgeber hatten prozentuale Erhöhungen angeboten.

Auch für Auszubildende steigt die Vergütung - ab 1.7.2015 um 30 Euro und ab 1.7.2016 um weitere 25 Euro monatlich. Außerdem haben sich die Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, zeitnah über die Modernisierung des Manteltarifvertrags sowie über einen Tarifvertrag zum Demographischen Wandel zu verhandeln.

Gewerkschaft ist halbwegs zufrieden

„Es ist ein Ergebnis, mit dem wir leben können“, sagte Verdi-Sprecherin Karla Dietrich zum Kompromiss nach der dritten Tarifrunde. Die Arbeitgeber hätten sich beim Festbetrag bewegt. Zudem gebe es keine Leermonate: Die Tarife schließen nahtlos an den auslaufenden Tarifvertrag an.

Die ersten beiden Tarifrunden am 20. Mai und 11. Juni waren ergebnislos zu Ende gegangen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungswirtschaft

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