Solaranlage Blockheizkraftwerk anmelden

Hauseigentümer sind seit Februar 2019 verpflichtet, neue Solaranlagen innerhalb von vier Wochen nach Inbetriebnahme im zentralen Marktstammdatenregister anzumelden. Wer schon davor Photovoltaik auf dem Dach hatte, bekam mehr Zeit – diese Frist endet am 31.1.2021. Wer nicht meldet, riskiert ein Bußgeld.

Wer mit einer Solaranlage, die mit dem Netz verbunden ist, privat Strom erzeugt, muss das bis zum 31.1.2021 in das zentrale Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur eintragen lassen – auch wenn die Anlage bereits seit mehreren Jahren läuft.

Das gilt unter anderem auch für alle laufenden Blockheizkraftwerke und Biogasanlagen und unabhängig davon, ob die Anlage schon bei einem Netzbetreiber oder im alten Register der Bundesnetzagentur eingetragen ist. Die alten Daten dürfen aufgrund der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht übernommen werden.

Neue Photovoltaikanlagen müssen bereits seit dem 1.2.2019 spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme in das bundesweite Register eingetragen werden.

Verpasste Frist: Es drohen ein Stopp der Einspeisevergütung und Bußgelder

Hauseigentümer, die der Registrierpflicht innerhalb der Frist nicht nachkommen, müssen mit Bußgeldern rechnen und riskieren ihre Einspeisevergütung. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm "Zukunft Altbau" hin.

Wer weder bei einem Netzbetreiber angemeldet ist, noch sich bis Ende Januar 2021 bei der Bundesnetzagentur registriert, setzt die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) komplett aufs Spiel. Wer zwar anderweitig angemeldet ist, aber nicht im MaStR, büßt 20 Prozent der Vergütung ein.

Wer eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher betreibt, muss sowohl die Solaranlage als auch den Speicher innerhalb der Frist registrieren lassen. Auch wer keine Einspeisevergütung (mehr) bekommt, muss die Anlage melden.

Einspeisevergütung: Förderung der "ersten" Anlagen endet

Ab 2021 fällt die erste Generation von privaten Solaranlagen aus der staatlichen Förderung. Hauseigentümer, deren Anlagen bis Ende 2000 installiert wurden, erhalten dann für ihren Strom keine erhöhte Einspeisevergütung mehr. Bisher gab es knapp 51 Cent pro Kilowattstunde über die gesamte Laufzeit.

Jetzt endet diese Förderung für die ersten Anlagen. Im geltenden EEG – die Novelle soll am 26. oder 27. November in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beschlossen werden und könnte am 1.1.2021 in Kraft treten – ist die Einspeisevergütung für Betreiber von Photovoltaikanlagen für eine Frist von 20 Jahren festgelegt. Wurde die Anlage also im Jahr 2000 oder früher installiert, endet die Einspeisevergütung für diese Anlagen zum 31.12.2020.

Marktstammdatenregister: zur Anmeldung

Das zentrale Online-Register soll Stammdaten zu Strom- und Gaserzeugungsanlagen, Anlagen- und Netzbetreibern sowie Energielieferanten bündeln und löst ab Februar 2021 die bisherigen Meldepflichten von Anlagen nach dem EEG oder KWKG ab.

Hauseigentümer können ihre Daten unter Markt­stamm­da­ten­re­gis­ter der Bundesnetzagentur eingeben oder einen Dritten damit beauftragen. Auf der Webseite gibt es auch weitere Informationen. Die Registrierung ist gebührenfrei.


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dpa
Schlagworte zum Thema:  Solarenergie, Frist, Photovoltaik