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Mittelgroße Städte legen an Dynamik zu

Die Autostädte Ingolstadt und Wolfsburg wachsen am schnellsten
Bild: Hartmut910 ⁄

Wolfsburg, Ingolstadt und Erlangen sind die Überraschungssieger des Städterankings 2013 von "Wirtschaftswoche" und ImmobilienScout24. Zwar belegt die Metropole München mit dem höchsten wirtschaftlichen Niveau den ersten Platz, doch die Mittelstädte folgen unmittelbar, was die Dynamik angeht. Das spiegelt sich auch in den Immobilienpreisen wider.

In genannten mittelgroßen Städten gibt es laut Studie es den attraktivsten Jobmarkt und die höchste Lebensqualität. Für den Städtevergleich wurden 71 Städte unter die Lupe genommen. Die Erfolgsfaktoren liegen in den vorne platzierten Städten im überdurchschnittlichen Anteil zukunftsträchtiger und exportstarker Industrien.

Diese positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Wolfsburg, Ingolstadt, Erlangen und auch Regensburg auf Top-Plätze im Dynamikranking katapultiert. Entsprechend dynamisch entwickelt sich dort der Immobilienmarkt: In Wolfsburg und Ingolstadt haben die Mieten in den vergangenen fünf Jahren um deutlich mehr als 30 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung ist ImmobilienScout24 zufolge auf einen starken Zuzug von Arbeitnehmern in Verbindung mit einem vergleichsweise hohen Einkommen zurückzuführen.

Ein Effekt, der in München bereits zu einem Problem wird. Auch wenn die bayerische Hauptstadt nach wie vor als attraktivste Stadt Deutschlands das Niveauranking anführt, finden Arbeitnehmer immer schwerer bezahlbaren Wohnraum. Das hohe Preisniveau strahlt bereits massiv in den Speckgürtel aus.

Dynamik in ostdeutschen Städten lässt nach - Ruhrgebiet Schlusslicht

Die ostdeutschen Städte, die sich in den vergangenen Jahren besonders dynamisch entwickelt haben, finden sich in diesem Jahr nur vereinzelt auf den vorderen Plätzen des Rankings wieder. Das Aufholtempo ist mittlerweile gedämpft. Schlusslichter sowohl im Niveau- als auch im Dynamikranking sind die Städte des Ruhrgebiets. Der industrielle Niedergang und damit einhergehend auch die schwächeren Immobilienmärkte führen zu einer zunehmend abnehmenden Attraktivität von Städten wie Oberhausen, Bottrop und Gelsenkirchen.

Die WirtschaftsWoche führte das Städteranking zum zehnten Mal durch, in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit ImmobilienScout24. Für das Ranking wurden Wissenschaftler der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult beauftragt, erstmals alle 71 kreisfreien Städte in Deutschland zu untersuchen. In der Vergangenheit wurden lediglich 50 Städte unter die Lupe genommen. Anhand von 50 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt und Lebensqualität wurde ein Ranking der attraktivsten deutschen Städte erstellt. In diesem Jahr flossen zum ersten Mal Daten zu Mietpreisen und der Nachfrageentwicklung von ImmobilienScout24 mit ein.

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