| Gutachterausschüsse

2014 wechselten Häuser und Grundstücke für 190 Milliarden Euro den Eigentümer

Preise und Umsätze steigen
Bild: MEV Verlag Germany

Der Immobilienboom hält nach Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse an: Im Jahr 2014 wurden demnach Häuser und Grundstücke im Wert von 190 Milliarden Euro verkauft. Damit ist der Umsatz mit Immobilien seit 2009 um knapp die Hälfte gewachsen. Regional ist die Entwicklung sehr unterschiedlich.

Der allgemeine Trend setze sich fort, sowohl was die Preise betreffe als auch die Umsätze. "Es gibt ganz offensichtlich Trendstätten, Städte wie Leipzig und Berlin, auch kleinere wie Münster. Sie wachsen weiter", so Peter Ache, der Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Auch Frankfurt am Main und Hamburg zählt er dazu. Einige Gutachterausschüsse in Großstädten beobachteten, dass sich die Preise in den besseren Lagen nicht mehr so stark stiegen. Dafür zogen die mittleren Lagen nach.

Ihren bundesweiten Bericht für 2013 und 2014 wollen die Gutachter im Dezember vorstellen. Volkswirtschaftliche Risiken sehen sie im Immobilienboom bislang nicht. "Es ist nach wie vor so, dass von einer Immobilienblase im Sinne einer großen Gefahr, die ins Haus steht, nichts zu spüren ist."

Der Arbeitskreis trägt die Ergebnisse auf Grundlage der tatsächlichen Kaufverträge zusammen. Er hatte 2007 begonnen, bundesweit die Umsätze zu erheben. Damals lag er bei 174 Milliarden Euro und sank dann zur Zeit der Finanzkrise 2008/2009 auf 130 Milliarden Euro. Seitdem geht es stetig bergauf.

Das gilt auch für den Wohnungsbau. 2014 wurde nach Zahlen des Statistischen Bundesamts der Bau von 284 900 neuen Wohnungen genehmigt, so viele wie seit 2003 nicht mehr. Vor 20 Jahren waren es jedoch auch schon mal mehr als 700.000 gewesen.

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