| Analyse

Kreditvergabe für Wohnungsbau stark rückläufig

Mehr als 55 Prozent des Kreditvolumens fließen in die Immobilienwirtschaft
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Zuwachs von neu ausgegebenen Wohnungsbaukrediten ist weiter rückläufig: Im März waren es nur noch 1,1 Prozent Wachstum. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Zentralbank EZB hervor. Dabei ist laut BFW gerade die Immobilienwirtschaft von Krediten abhängig.

„Die Kosten für den Wohnungsbau kennen seit Jahren nur eine Richtung – steil nach oben. Da sich derartige Millionenprojekte aber für mittelständige Unternehmen nicht aus der Portokasse bezahlen lassen, ist ein vereinfachter Kreditzugang notwendig“, mahnt Walter Rasch, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Dem stünden allerdings die Basel III-Regeln der Banken gegenüber, was eine Kreditvergabe durch erhöhte Eigenkapitalquoten künftig weiter verschärfen dürfte.

Rasch: "Immobilienwirtschaft stark von Kreditversorgung abhängig"

Die Bedeutung der Fremdkapital-Finanzierung in der Immobilienwirtschaft lässt sich daran ablesen, dass mehr als 55 Prozent des gesamten Kreditvolumens in diese Branche fließen. „In Anbetracht der langfristigen und kapitalintensiven Projekte ist die Immobilienwirtschaft wie kaum eine andere Branche von der Kreditversorgung abhängig“, so Rasch.

Mehr als 90 Prozent aller rund 1.600 BFW-Mitgliedsunternehmen sind auf Kredite angewiesen. Etwa die Hälfte davon (ca. 660 Unternehmen) beurteilt den Kreditzugang infolge der Finanzkrise als schwieriger und nennt dafür die verschärften Eigenkapitalquoten als Hauptgrund. Das geht aus der aktuellen BFW-Frühjahrskonjunkturumfrage hervor.

Die aktuelle Konjunkturumfrage des BFW steht Ihnen auf www.bfw-bund.de unter „Zahlen & Fakten“ zum Abruf bereit.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Kredit, Baufinanzierung

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