Verwaltungsvereinbarung 2026/2027

Eine Milliarde Euro für die Städtebauförderung


Energiewende_junge Frau mit erneuerbaren Energien

Für 2026 steht erstmals eine Milliarde Euro für die städtebauliche Entwicklung zur Verfügung – 210 Millionen Euro mehr als 2025. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen die Mittel auf knapp 1,6 Milliarden Euro steigen.

Erstmals sollen in diesem Jahr Bundesmittel in Höhe von einer Milliarde Euro in die städtebauliche Entwicklung fließen. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) hatte den Gegenzeichnungsprozess Ende November 2025 eingeleitet, nun haben alle Bundesländer unterzeichnet: Am 14.4.2026 ist die Verwaltungsvereinbarung 2026/2027 in Kraft getreten.

Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Förderbeginn geschaffen. Bis zum Ende der Legislaturperiode ist beabsichtigt, die Förderung auf 1,58 Milliarden Euro zu erhöhen. Für 2027 sollen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.

Förderprogramme: Verbesserungen bei der Umsetzung

Neben der Erhöhung der Mittel bringt die neue Verwaltungsvereinbarung auch Verbesserungen in der Umsetzung der Förderprogramme. So sollen bürokratische Hürden abgebaut sowie Planungs- und Nachweisvorgaben vereinfacht und flexibel gestaltet werden. Diese Änderungen sollen den Städten und Gemeinden ermöglichen, schneller und zielgerichteter auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.

Bund und Länder bekräftigen mit der Verwaltungsvereinbarung 2026/2027 außerdem, verstärkt innovative und experimentelle Vorhaben zu fördern, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Grundlagen für eine klimagerechte Stadtentwicklung schaffen.

"Wir investieren damit direkt in die Zukunft unserer Städte und Gemeinden – in starke Quartiere, lebendige Innenstädte und gute Orte zum Leben und des Miteinanders. Ob neue Treffpunkte im Kiez, mehr Grün in der Stadt oder eine klimafitte Infrastruktur: Die Städtebauförderung gibt Kommunen den Rückenwind, um Quartiere lebendig, nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten", sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD).

Städtebauförderung: Hintergrund und Struktur

Das Städtebauförderungsgesetz gibt es seit 1971. Im Jahr 2020 wurde die Förderung neu strukturiert und weiterentwickelt – die Inhalte wurden von bis dahin sechs auf drei neue Programme konzentriert: lebendige Zentren, sozialer Zusammenhalt, Wachstum und nachhaltige Erneuerung.

Mit der Städtebauförderung werden Gesamtmaßnahmen gefördert: Ein von der Kommune festgelegtes Fördergebiet – zum Beispiel ein Stadtquartier – wird ganzheitlich entwickelt. Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel sind Fördervoraussetzung und als Querschnittsaufgabe in allen Programmen förderfähig.

Grundlage für die Umsetzung der Städtebauförderung ist, neben den länderspezifischen Förderrichtlinien, die Bund-Länder-Verwaltungsvereinbarung. Das heißt: Die Bundesmittel werden ergänzt durch Gelder der Länder und der Kommunen. Grundsätzlich gilt: Jeder trägt ein Drittel der förderfähigen Kosten.

Städtebauförderung: Weitere Informationen


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dpa

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