Wohnungsverkäufer setzen höhere Preise durch
Im Dezember 2025 lagen die tatsächlich gezahlten Kaufpreise für Eigentumswohnungen 5,8 Prozent unter den Angebotspreisen – im Juni 2025 waren es noch 6,8 Prozent. Das zeigt eine Auswertung des Online-Maklers ImmoScout24 und Sprengnetter. Auch in sechs der acht Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart schrumpft der Verhandlungsspielraum für Käufer.
Wo der Preisabschlag am größten ist
Die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern nähern sich wieder an. "Verkäufer orientieren sich wieder stärker an realistischen Marktpreisen, und die gestiegene Nachfrage begrenzt zusätzlich den Verhandlungsspielraum", sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. "Kaufinteressenten können weiterhin über den Preis sprechen, aber die Phase deutlich zweistelliger Nachlässe ist in den meisten Städten vorbei."
Unterschiede zwischen Angebotspreisen und tatsächlich erzielten Kaufpreisen gibt es auch in den acht Metropolen. Den größten Verhandlungsspielraum bieten derzeit Köln (9,2 Prozent) und Hamburg (7,8 Prozent), wo im Schnitt die höchsten Nachlässe erzielt werden. In Stuttgart (6,6 Prozent), München (5,9 Prozent), Berlin (5,5 Prozent) und Frankfurt am Main (5,2 Prozent) liegen die Abschläge nahe am bundesweiten Durchschnitt.
Besonders gering ist der Verhandlungsspielraum in Düsseldorf, wo Kaufpreise im Mittel nur etwas mehr als ein Prozent unter den Angebotspreisen liegen (1,4 Prozent). In Leipzig (0,0 Prozent) entsprechen die Kaufpreise im Durchschnitt den Angebotspreisen.
Premiumimmobilien: Kaum Dynamik in der Preisentwicklung
Im Vergleich zum Juni 2025 hat sich der Verhandlungsspielraum der Auswertung zufolge in sechs der acht Metropolen weiter verringert. Am stärksten war der Rückgang in Düsseldorf um minus 4,3 Prozentpunkte, Leipzig (minus 3,6 Prozentpunkte) und Hamburg (minus 2,2 Prozentpunkte).
Angebotspreise werden wieder realistischer angesetzt, gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in den Städten hoch. Das führt dazu, dass Käufer weiterhin verhandeln, aber seltener hohe Abschläge durchsetzen können. Nur in Köln (plus 0,2 Prozentpunkte) und Stuttgart (plus 0,2 Prozentpunkte) ist der Verhandlungsspielraum konstant geblieben.
"Die Annäherung von Angebots- und Transaktionspreisen zeigt, dass sich der Markt nach der Korrekturphase zunehmend normalisiert", erklärt Sprengnetter-Geschäftsführer David Niedzielski. "Unsere Transaktionsdaten belegen diese Entwicklung."
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