Das Risiko einer Immobilienblase ist in Frankfurt, vor allem aber in München stark gewachsen. Das geht aus dem UBS Global Real Estate Bubble Index 2018 hervor.

Die Studie wird vom Chief Investment Office des UBS Global Wealth Management erstellt und analysiert die Situation auf den Immobilienmärkten in 20 Finanzzentren der Industrieländer auf der ganzen Welt.

München: Zweithöchstes Risiko für eine Immobilienblase

Die Studienergebnisse zeigen, dass München nach Hongkong aktuell der am stärksten überbewertete Immobilienmarkt ist. Eine Studie von Empirica hatte im August neun von zwölf untersuchten deutschen Großstädten eine "eher hohe" Blasengefahr bescheinigt. In der bayerischen Hauptstadt haben sich laut dem UBS Global Real Estate Bubble Index 2018 die realen Immobilienpreise in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Sie scheinen "auf einem explosiven Kurs zu sein", meinen die Analysten. Die nominalen Mieten stiegen im letzten Jahr um neun Prozent, was die geringen Leerstandsquoten widerspiegele.

Für die meisten Bürger würden Immobilien damit immer weniger erschwinglich. Für den Kauf einer 60-Quadratmeter-Wohnung in der Nähe des Stadtzentrums müsse ein qualifizierter Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor in München einen Rekordwert von acht vollen Jahreseinkommen aufbringen. Gleichzeitig hätten jedoch die Bautätigkeiten massiv zugenommen. Falls die Hypothekenzinsen stiegen, scheine eine Korrektur deshalb wahrscheinlich, heißt es in der Studie.

Frankfurt: Preistrend setzt sich fort

In Frankfurt sind die Hauspreise der Mainmetropole laut dem UBS Global Real Estate Bubble Index 2018 im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent angestiegen, höher als im Landesdurchschnitt und stärker als in jedem anderen Finanzzentrum.

Damit setze sich die Entwicklung der vergangenen vier Jahre fort – ein Trend, der laut der Studie nicht nachhaltig ist. Die Nachfrage werde von einem dynamischen Wirtschafts- und Preisumfeld beflügelt, wobei letzteres auch von der Erwartung, zum Brexit-Gewinner zu werden, getrieben sei. Zwar bestehe in Frankfurt derzeit noch Raum für Höherbewertungen, das Risiko einer Immobilienblase werde aber immer höher.

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