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26.01.2016 | Serie Kanzleiführung - alles noch im Griff?

Der Managementstil entscheidet über den Kanzleierfolg

Serienelemente
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Von der Solokanzlei über die Fünf-Mann-Sozietät bis hin zur Großkanzlei – vom Stil des Kanzleimanagers hängt ab, wie sich die Kanzlei entwickelt, wie zufrieden Mitarbeiter und Mandanten sind, wie zukunftsfähig das Konzept ist und wieviel die Protagonisten verdienen.

Eines ist klar: Ein Anfänger hat es als Manager schwer. Denn ihm fehlt meist die Erfahrung. Deshalb ist es gut, wenn Kanzleigründer auf den Rat und die Erfahrung älterer Kollegen und Mentoren zurückgreifen können. Denn theoretisches Wissen muss mit den persönlichen Erfahrungen in Einklang gebracht werden.

Das Feedback von Mitarbeitern und Mandanten sollte ständig Anlass sein, den Businessplan auszubauen und weiterzuentwickeln. Auch von erfolgreichen Kollegen oder Vorbildern aus anderen Branchen sollten Inspirationen abgegriffen werden. Fehler anderer können als Warnung dienen oder zum Nachdenken über das Agieren der eigenen Kanzlei anregen. So formt sich im Laufe der Zeit ein bestimmter Managementstil.

Visionen entwickeln

Kanzleimanager sind zunächst einmal Vorbilder für die Kollegen und nichtjuristischen Mitarbeiter. Der Kanzleimanagertransportiert die Unternehmensvision. Als Anführer gelingt es ihm im Idealfall, diese in den Köpfen und Herzen der einzelnen Teammitglieder fest zu verankern. Nur so ist anhaltender Erfolg heute möglich. „Wir wollen in fünf Jahren die erfolgreichste Kanzlei für alle Rechtsfragen von Herstellern rund um Smart Home und mobiles Fahren werden“, könnte eine Vision lauten.

Verbindliche Ziele festlegen

Um die Vision zu realisieren, muss der Kanzleimanager

  • Ziele vorgeben,
  • Strategien entwickeln
  • und die Planung aller Geschäftsabläufe organisieren.

Er stellt die Durchführung sicher und kontrolliert die Einhaltung der Meilensteine  der Umsetzung. Gibt es ernsthafte Komplikationen, leitet er die Rettungsmanöver ein, zeigt Lösungen auf und trifft die Neuentscheidungen . Am Ende erreichen alle Teammitglieder das (Teil-)Ziel. So kann die Kanzlei wachsen und gutes Geld verdienen.

Mitarbeiter und Mandanten stehen im Mittelpunkt

Für eine so umfassende Vorreiterrolle ist es vom Selbstverständnis her wichtig, dass der Kanzleimanager kein Egomane ist, sondern vielmehr ein empathischer Teamplayer, der Mitarbeiter und Mandanten in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und Bemühungen stellt.

  • Ohne zufriedene und hoch motivierte Mitarbeiter können keine herausragenden Dienstleistungen entstehen.
  • Um diese passgenau anbieten zu können, muss der Kanzleimanager zudem beste Kontakte zu den Mandanten pflegen, um maßgeschneiderte Produkte für die jeweilige Zielgruppe zu kreieren.

Auch wenn niemand in allen Bereichen die Idealbedingungn für einen erfolgreichen Kanzleimanager erfüllen wird, das meiste sollte im Ansatz vorhanden sein und Schwächen, wie Ungeduld,  Perfektionismus oder Neigung zu Launen, sollten ihm zumindest bewusst sein. Er sollte sie als Herausforderung und Gefahrenquelle fü seinen und den Kanzleirfolg immer Auge behalten werden.

Vgl. zu dem Thema auch:

So machen Sie Ihre Mandanten glücklich

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Alle Infos zum Thema "Kanzleimanagement" finden Sie auf dieser Themenseite.

Rechtsanwalt, Kanzlei, Kanzleigründung, Businessplan, Freiberufler, Kanzleimanagement

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