2

Kanzleigründung

Bild: PhotoDisc Inc.

Steuerberater, die eine eigene berufliche Existenz gründen möchten, müssen zunächst viel investieren und einige Hürden meistern. Doch hat sich die Steuerkanzlei erst einmal am Markt etabliert, kann ein selbstständiger viel höhere Einnahmen erzielen als ein angestellter Steuerberater, der sich in der Regel mit einem Gehalt zwischen 45.000 EUR und 60.000 EUR zufrieden geben muss.

Der angehende Kanzleiinhaber sollte sich bei seinem Kanzleiprofil zwischen zwei Alternativen entscheiden: als spezialisierte Kanzlei in einer Nische oder als Generalist für alle Steuerangelegenheiten und Kooperation mit Experten.

Nicht jeder kann sich sofort luxuriöse Kanzleiräume in einer Top-Lage leisten. Möglich ist es, zunächst  die eigene Wohnung als Praxis zu nutzen. Hierbei muss aber auf miet- und baurechtliche Tücken geachtet werden.

Der Aufbau einer Steuerkanzlei setzt in jedem Fall die Anschaffung hochwertiger technische Hilfsmittel und ggf. die Anstellung von qualifiziertem Personal voraus. Deshalb wird die Last gerne mehrere Schultern verteilt. Erfolgt daher die Gründung mit weiteren Kollegen, müssen die Beteiligten abwägen welche Rechtsform sich am besten eignet.

Wenn Mitarbeiter schon bei der Kanzleieröffnung beschäftigt werden sollen, ist vom Arbeitsamt eine Betriebsnummer erteilen zu lassen. Diese ist wichtig für die Meldung der Mitarbeiter bei der Sozialversicherung. Darüber hinaus müssen die neuen Arbeitnehmer bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft angezeigt werden.

Das Finanzamt muss spätestens einen Monat nach Aufnahme der Tätigkeit der Steuerkanzlei formlos informiert werden. Es leitet dann weitere Schritte ein. Es sollte aber so schnell wie möglich eine Steuernummer beantragt werden, damit ordnungsgemäße Rechnungen geschrieben werden können. Außerdem benötigt ein selbstständiger Steuerberater eine Berufshaftpflichtversicherung. Ansonsten wird die Bestellung widerrufen.