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| Minijobberin und Schwangerschaft

Mutterschaftsgeld auch im Minijob

Minijobberinnen haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Minijobberinnen haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes ist davon abhängig, wie die Minijobberin krankenversichert ist. Arbeitgeber haben – soweit die U2 entrichtet wurde - Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen, z. B. bei Beschäftigungsverboten.

Schwangere Minijobberinnen sind während der Schutzfristen - 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung - von der Arbeit freizustellen. Während dieser Zeit des Verdienstausfalles erhalten die Minijobberinnen entweder ein Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt oder von ihrer Krankenkasse. Zudem kann zusätzlich ein Anspruch auf Zuschuss durch den Arbeitgeber bestehen.

Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt

Minijobberinnen, die zu Beginn der Schutzfrist nicht selbst gesetzlich krankenversichert sind, erhalten auf Antrag Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Diese Frauen sind entweder über den Ehepartner bzw. die Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert oder privat krankenversichert sind. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich nach dem Nettolohn der letzten 3 Monate vor Beginn der Schutzfrist. Für den gesamten Zeitraum der Schutzfristen erhält die Minijobberin ein Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 EUR. Nähere Informationen zum Antragsverfahren erhalten Sie bei der Mutterschaftsgeldstelle unter www.mutterschaftsgeld.de.

Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse

Minijobberinnen, die zu Beginn der Schutzfrist selbst gesetzlich krankenversichert sind, erhalten Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse. Hierzu gehören insbesondere Frauen, die

  • über ihre Hauptbeschäftigung,
  • als Studentin,
  • als Rentnerin oder
  • als Bezieherin von Arbeitslosengeld

krankenversicherungspflichtig oder als freiwilliges Mitglied versichert sind.
Die Höhe des Mutterschaftsgeldes entspricht in diesen Fällen dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoverdienstes der letzten 3 Monate vor Beginn der Schutzfrist. Es ist begrenzt auf maximal 13 EUR pro Tag, also für einen vollen Monat maximal 390 EUR (13 EUR x 30 Tage). Das Mutterschaftsgeld wird für die Dauer der Schutzfristen gezahlt.

Arbeitnehmerinnen mit einer krankenversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und einem krankenversicherungsfreien Minijob erhalten von ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld vom Nettoverdienst beider Beschäftigungen bis insgesamt maximal 13 EUR pro Tag.

Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

Übersteigt der durchschnittliche kalendertägliche Nettoverdienst den Betrag von 13 EUR (monatlich 390 EUR), ist der Arbeitgeber für die Dauer der Schutzfristen verpflichtet, die Differenz zu den 13 EUR als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu zahlen. Den Zuschuss in Höhe des Differenzbetrages oberhalb von 390 EUR erhalten auch Minijobberinnen, die ihr Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt beziehen. Arbeitnehmerinnen mit Haupt- und Nebenbeschäftigung wird der Zuschuss von beiden Arbeitgebern gezahlt.

Beispiel: Durchschnittlicher monatlicher Nettolohn 450 EUR
Mutterschaftsgeld der Krankenkasse: 390 EUR
Zuschuss des Arbeitgebers: 60 EUR (Nettolohn 450 ./. Mutterschaftsgeld 390 EUR)

Der Zuschuss des Arbeitgebers beträgt auch 60 EUR, wenn das Mutterschaftsgeld bis insgesamt maximal 210 EUR vom Bundesversicherungsamt gezahlt wird.

Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen

Arbeitgeber zahlen für den Ausgleich ihrer Aufwendungen bei Mutterschaft ihrer Arbeitnehmerinnen die Umlage 2 an die Einzugsstelle. Für Minijobs beläuft sich die Umlage 2 auf 0,3 % des Arbeitsentgelts. Damit haben Arbeitgeber von Minijobberinnen einen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen, die ihnen durch Zahlung des Arbeitsentgelts für die Dauer von Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft bzw. durch die Zahlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen entstehen. Arbeitgebern werden auf Antrag

  • der Mutterschutzlohn für die Zeit des Beschäftigungsverbots bis zum Beginn der Schutzfrist nach dem Mutterschutzgesetz zuzüglich der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge und
  • der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld für die Zeit der Schutzfristen vor und nach der Entbindung

erstattet.

Hinweis: Die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen für Minijobs ist bei der Minijob-Zentrale und für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen.

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