Künstlersozialabgabe steigt 2027 auf 5,0 Prozent
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zur Künstlersozialabgabe-Verordnung 2027 (KSA-VO 2027) die Ressort- und Verbändebeteiligung eingeleitet.
Künstlersozialabgabe 2027
Nachdem die Coronapandemie für große wirtschaftlichen Schäden in der Kunst- und Kulturwirtschaft gesorgt hatte, sind die Einnahmen in den vergangenen Jahren wieder deutlich gestiegen. Durch diese Entwicklung und zusätzliche Bundesmittel blieb der Abgabesatz 2024 und 2025 bei stabilen 5,0 Prozent und wurde für 2026 sogar auf 4,9 Prozent abgesenkt.
Aufgrund der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage wird der Abgabesatz für 2027 jedoch wieder auf 5,0 Prozent angehoben.
Künstlersozialabgabe: Höhe der Bagatellgrenze
Am 29. Oktober 2024 wurde das Bürokratieentlastungsgesetz IV im Bundesgesetzblatt verkündet. Darin wurde die zweistufige Erhöhung der Bagatellgrenze für die Künstlersozialabgabe festgelegt.
Die Pflicht zur Zahlung der Künstlersozialabgabe setzt voraus, dass die Summe der Entgelte für einen oder mehrere in einem Kalenderjahr erteilte Aufträge eine Bagatellgrenze übersteigt. Diese Bagatellgrenze wurde zunächst zum 1. Januar 2025 mit dem Bürokratieentlastungsgesetz IV von 450 Euro pro Kalenderjahr auf 700 Euro pro Kalenderjahr angehoben. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die neue Bagatellgrenze mit 1.000 Euro pro Kalenderjahr.
Hinweis: Für typische Verwerter i. S. d. KSVG gilt die Bagatellgrenze nicht.
Die Künstlersozialversicherung
Über die Künstlersozialversicherung sind derzeit rund 185.000 selbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie Publizistinnen und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen. In der Künstlersozialversicherung tragen Versicherte, wie abhängig Beschäftigte, die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten (30 Prozent).
Die Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbstständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.
Das könnte Sie zum Thema Künstlersozialabgabe auch interessieren:
Top-Thema Künstlersozialabgabe: Kompakter Überblick zu allen Regelungen
Urteil: Digitaler Musikvertrieb unterliegt der Künstlersozialkasse
Sozialversicherung: die Beitragssätze für 2026
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
1.861
-
Jahressonderzahlung nach TVöD und TV-L
1.1051
-
Keine Tarifautomatik bei der Höhergruppierung von Lehrkräften
156
-
Lohnpfändung bei Überlassung eines Dienstwagens
154
-
Stufenzuordnung nach TV-L bei Einstellung: Anerkennung von Berufserfahrung
149
-
Einigung in den Tarifverhandlungen für Unikliniken in Baden-Württemberg
89
-
Keine Kürzung des Leistungsentgelts wegen Arbeitsunfähigkeit
70
-
Stufenlaufzeit bei Korrektur einer Eingruppierung
61
-
Beschäftigte in Hamburg erhalten eine Zulage
60
-
Ungenutztes Potenzial gegen Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst
58
-
Keine Tarifautomatik bei der Höhergruppierung von Lehrkräften
13.07.2026
-
Einigung in den Tarifverhandlungen für Unikliniken in Baden-Württemberg
10.07.2026
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
07.07.2026
-
Bürgermeisterin scheitert mit Diskriminierungsklage gegen Gemeinde
17.06.2026
-
Rückforderung gezahlter Zulagen von städtischem Leichenfahrer unzulässig
27.05.2026
-
Eingruppierung eines Beschäftigten als Gruppenleiter in einer großen Serviceeinheit
19.05.2026
-
Weitere Tarifeinigungen im öffentlichen Personennahverkehr
28.04.2026
-
Beamtenbund fordert Entlastungsprämie auch für den öffentlichen Dienst
16.04.2026
-
Beschäftigte in Hamburg erhalten eine Zulage
25.03.2026
-
Berliner Hochschulen fordern Finanzierung der Hauptstadtzulage
09.03.2026