Einigung in den Tarifverhandlungen für Unikliniken in Baden-Württemberg
Erst einmal Aufatmen für Patientinnen und Patienten sowie Klarheit für die Mitarbeitenden: Im Tarifstreit an den vier Unikliniken im Südwesten haben die Arbeitgeber und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am 9.7.2026 eine Einigung erzielt. Die rund 26.000 Beschäftigen der Häuser in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen bekommen in drei Schritten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,4 Prozent, wie die Verhandlungspartner mitteilten. Die zuständigen Gremien müssen dem Abschluss aber noch zustimmen.
Vorangegangen waren mehrtägige Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde. Wegen der Warnstreiks waren zahlreiche OP-Säle geschlossen gewesen; längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten waren die Folge.
Erhöhung der Entgelte in Höhe von 5,4 Prozent in drei Schritten
Die erste Entgelterhöhung sieht ab 1.10.2026 ein Gehaltsplus von 2,8 Prozent beziehungsweise mindestens 100 Euro mehr vor. Ab 1.12.2027 gibt es ein Plus von 1,3 Prozent und ab 1.7.2028 ebenfalls ein Plus von 1,3 Prozent. Auszubildende erhalten in gleichfalls drei Schritten insgesamt 120 Euro mehr Geld.
Der neue Tarifvertrag soll den Angaben zufolge 27 Monate, also bis zum 31.7.2028 gelten.
Die von den Arbeitgebern gewünschte Option auf eine 45-Stunden-Woche und die Koppelung einer Jahressonderzahlung an Krankentage konnte laut Verdi verhindert werden.
Verdi hatte ursprünglich 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten gefordert. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollten monatlich 250 Euro mehr erhalten.
Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten vorsah. Nach ihren Vorstellungen hätte der neue Abschluss 32 Monate gelten sollen.
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