Viele WEGs haben nicht genug Geld zum Sanieren
Mit der angekündigten Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der EU-Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) werden die energetischen Anforderungen an Gebäude deutlich steigen – und damit der Druck auf die Gebäudeeigentümer, Geld für Sanierungen in die Hand zu nehmen.
Auch Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) stehen vor der Frage, wie sie die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen finanzieren. Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) wollte mit einer Blitzumfrage ein genaueres Bild gewinnen und ermitteln, ob WEGs überhaupt in der Lage wären, die anstehenden energetischen Sanierungsmaßnahmen finanziell zu stemmen.
Nun hat der Verband die Ergebnisse der im März 2023 durchgeführten Umfrage vorgestellt. Demnach haben 96 Prozent der befragten knapp 1.600 Verwaltungsunternehmen angegeben, die Rücklagen der von ihnen betreuten Eigentümergemeinschaften reichten nicht aus, um die Gebäude umfassend energetisch sanieren zu können. Um an die benötigten finanziellen Mittel zu gelangen, wollen 88 Prozent der Unternehmen den WEGs vorschlagen, die Zahlungen in die Erhaltungsrücklage zu erhöhen – um durchschnittlich 59 Prozent. Gleichzeitig befürchten mehr als 90 Prozent der Befragten, dass einzelne Eigentümer durch die Erhöhung der Rücklagenzahlungen oder Sonderumlagen in finanzielle Schwierigkeiten kommen.
Abgesehen von der finanziellen Situation in den Gemeinschaften könnte auch die Personalsituation in den Verwaltungen Maßnahmen der energetischen Sanierung ausbremsen: 85 Prozent der Unternehmen gaben an, zu wenig Personal für die Begleitung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen zu haben.
Angesichts der Ergebnisse der Umfrage appelliert VDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler an die Politik: Es sei notwendig, die Umsetzungszeiträume von GEG und EPBD zu strecken. Zum anderen müssten bestehende Förderprogramme und Zuschüsse deutlich aufgestockt und neue steuerliche Abschreibmodelle aufgelegt werden, so Kaßler.
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