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Die abgesenkte Kappungsgrenze gilt in Hessen für große Städte wie Frankfurt, aber auch für zahlreiche kleinere, wie etwa Marburg. Bild: MEV-Verlag, Germany

Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben Gebiete definiert, in denen eine abgesenkte Kappungsgrenze gilt. Im Saarland gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 Prozent.

Kappungsgrenze in Hessen

Geltungszeitraum: 18.10.2014 bis 17.10.2019

Gesetzliche Grundlage: Hessische Verordnung zur Bestimmung der Gebiete mit abgesenkter Kappungsgrenze nach § 558 Abs. 3 Satz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (Hessische Kappungsgrenzenverordnung) vom 8.10.2014 (GVBl. 2014 S. 226)

Für diese hessischen Städte und Gemeinden gilt die Absenkung der Kappungsgrenze für Mieterhöhungen:

Kreisfreie Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Kassel

Hochtaunuskreis: Bad Homburg vor der Höhe, Friedrichsdorf, Kronberg im Taunus

Main-Taunus-Kreis: Bad Soden am Taunus, Eschborn, Flörsheim am Main, Hattersheim am Main, Hochheim am Main, Hofheim am Taunus, Schwalbach am Taunus

Rheingau-Taunus-Kreis: Eltville am Rhein

Main-Kinzig-Kreis: Hanau

Landkreis Offenbach: Dietzenbach, Dreieich

Landkreis Darmstadt-Dieburg: Griesheim, Weiterstadt

Wetteraukreis: Bad Vilbel, Friedberg

Landkreis Marburg-Biedenkopf: Marburg

Landkreis Gießen: Gießen

Kreis Bergstraße: Bensheim

Kreis Groß-Gerau: Bischofsheim, Gernsheim, Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim

Mietpreisbremse

Hessen hat auch die Mietpreisbremse für neue Mietverträge umgesetzt. Diese gilt in 16 Kommunen. Mehr zur Mietpreisbremse in Hessen

Kappungsgrenze in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist die Kappungsgrenze in 59 Kommunen abgesenkt.

Geltungszeitraum: 1.6.2014 bis 31.5.2019

Gesetzliche Grundlage: Verordnung zur Bestimmung der Gebiete mit Absenkung der Kappungsgrenze (Kappungsgrenzenverordnung – KappGrenzVO NRW) vom 20.5.2014 (GV.NRW.S.298)

Von der reduzierten Kappungsgrenze sind folgende Kommunen erfasst:

Regierungsbezirk Düsseldorf: Dinslaken, Dormagen, Düsseldorf, Emmerich am Rhein, Erkrath, Geldern, Grevenbroich, Haan, Hilden, Kamp-Lintfort, Kempen, Kevelaer, Kleve, Langenfeld (Rheinland), Meerbusch, Moers, Monheim am Rhein, Neuss, Ratingen, Rommerskirchen, Wesel

Regierungsbezirk Köln: Aachen, Alfter, Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bonn, Brühl, Euskirchen, Frechen, Hürth, Jülich, Kerpen, Köln, Leverkusen, Niederkassel, Overath, Rösrath, St. Augustin, Siegburg, Troisdorf, Wesseling

Regierungsbezirk Münster: Bocholt, Bottrop, Coesfeld, Greven, Gronau (Westfalen), Haltern am See, Lotte, Münster, Ostbevern, Raesfeld, Rheine, Senden, Waltrop

Regierungsbezirk Detmold: Bielefeld, Paderborn, Rheda-Wiedenbrück

Regierungsbezirk Arnsberg: Bad Sassendorf, Soest

Mietpreisbremse

Nordrhein-Westfalen hat auch die Mietpreisbremse für neue Mietverträge umgesetzt. Diese gilt in 22 Kommunen. Mehr zur Mietpreisbremse in Nordrhein-Westfalen

Nachtrag 19.6.2017: In Nordrhein-Westfalen sollen die Reduzierung der Kappungsgrenze und die Mietpreisbremse wieder abgeschafft werden. Hierauf haben sich CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag verständigt.

Kappungsgrenze in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist die Kappungsgrenze in den Städten Mainz, Trier, Landau und Speyer abgesenkt.

Geltungszeitraum: 13.2.2015 bis 12.2.2020

Gesetzliche Grundlage: Landesverordnung über die Bestimmung der Gebiete mit abgesenkter Kappungsgrenze nach § 558 Abs. 3 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (Kappungsgrenzenverordnung) vom 4.2.2015 (RP GVBl. 2015, S. 16)


Mietpreisbremse

In Rheinland-Pfalz gilt zudem in Mainz, Trier und Landau die Mietpreisbremse für neu abgeschlossene Mietverträge.

 

Kappungsgrenze im Saarland

Im Saarland gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Kappungsgrenze, Mieterhöhung, Mietpreisbremse

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