Kappungsgrenze in Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland

Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben Gebiete definiert, in denen eine abgesenkte Kappungsgrenze gilt. Im Saarland gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 Prozent.

Kappungsgrenze in Hessen

In 31 hessischen Städten und Gemeinden ist die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen reduziert.

Geltungszeitraum: 8.10.2019 bis 26.11.2020

Gesetzliche Grundlage: Verordnung zur Bestimmung der Gebiete mit abgesenkter Kappungsgrenze und mit verlängerter Kündigungsbeschränkung (Kappungsgrenzen- und Kündigungsbeschränkungsverordnung) vom 23.9.2019 (GVBl. 2019 S. 277)

Für diese hessischen Städte und Gemeinden gilt die Absenkung der Kappungsgrenze für Mieterhöhungen:

Bad Homburg vor der Höhe, Bad Soden am Taunus, Bad Vilbel, Bischofsheim, Darmstadt, Dreieich, Egelsbach, Eschborn, Flörsheim am Main, Frankfurt am Main, Ginsheim-Gustavsburg, Griesheim, Hattersheim am Main, Heusenstamm, Hofheim am Taunus, Kassel, Kelkheim (Taunus), Kelsterbach, Kiedrich, Langen (Hessen), Marburg, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Nidderau, Obertshausen, Oberursel (Taunus), Offenbach am Main, Raunheim, Schwalbach am Taunus, Weiterstadt und Wiesbaden.

Vom 18.10.2014 bis 17.10.2019 galt in 29 hessischen Städten und Gemeinden bereits eine reduzierte Kappungsgrenze.

Mietpreisbremse

Hessen hat auch die Mietpreisbremse für neue Mietverträge umgesetzt. Diese gilt in 31 Kommunen. Mehr zur Mietpreisbremse in Hessen


Kappungsgrenze in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist die Kappungsgrenze in 18 Kommunen abgesenkt.

Geltungszeitraum: 1.7.2020 bis 30.6.2025

Gesetzliche Grundlage: Verordnung zur Festlegung des Anwendungsbereichs bundesrechtlicher Mieterschutzvorschriften im Land Nordrhein-Westfalen (Mieterschutzverordnung - MietSchVO NRW) vom 9.6.2020 (GV.NRW. 2020, S. 465)

Von der reduzierten Kappungsgrenze sind folgende Kommunen erfasst:

Regierungsbezirk Düsseldorf

Düsseldorf

Regierungsbezirk Köln

Alfter, Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bonn, Bornheim, Hennef (Sieg), Köln, Königswinter, Leichlingen, Niederkassel, Pulheim, Rösrath, Siegburg, Wachtberg, Wesseling.

Regierungsbezirk Münster

Münster, Telgte


Vorgängerregelung:

Geltungszeitraum: 1.6.2019 bis 30.6.2020

Gesetzliche Grundlage: Verordnung zur Bestimmung der Gebiete mit Absenkung der Kappungsgrenze (Kappungsgrenzenverordnung 2019 – KappGrenzVO NRW 2019) vom 7.5.2019 (GV.NRW. S.220)

Von der reduzierten Kappungsgrenze waren von Juni 2019 bis Juni 2020 folgende Kommunen erfasst:

Regierungsbezirk Düsseldorf: Düsseldorf, Erkrath, Essen, Hilden, Kleve, Langenfeld (Rheinland), Meerbusch, Mettmann, Monheim am Rhein, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Ratingen, Solingen

Regierungsbezirk Köln: Aachen, Alfter, Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bonn, Bornheim, Brühl, Frechen, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Köln, Leverkusen, Overath, Rösrath, St. Augustin, Siegburg, Troisdorf, Wesseling

Regierungsbezirk Münster: Münster

Regierungsbezirk Detmold: Bielefeld, Paderborn

Regierungsbezirk Arnsberg: Bochum, Dortmund


Vom 1.6.2014 bis 31.5.2019 war in 59 Kommunen in Nordrhein-Westfalen die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen abgesenkt.


Mietpreisbremse

Nordrhein-Westfalen hat auch die Mietpreisbremse für neue Mietverträge umgesetzt. Diese gilt in 18 Kommunen. Mehr zur Mietpreisbremse in Nordrhein-Westfalen


Kappungsgrenze in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist die Kappungsgrenze in den Städten Mainz, Trier, Landau und Speyer abgesenkt.

Geltungszeitraum: 1.10.2019 bis 30.9.2024

Gesetzliche Grundlage: Landesverordnung über die Bestimmung der Gebiete mit abgesenkter Kappungsgrenze nach § 558 Abs. 3 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (Kappungsgrenzenverordnung) vom 19.9.2019 (RP GVBl. 2019, S. 295)

In den genannten vier Kommunen gilt bereits seit dem 13.2.2015 eine abgesenkte Kappungsgrenze.


Mietpreisbremse

In Rheinland-Pfalz gilt zudem in Mainz, Trier und Landau die Mietpreisbremse für neu abgeschlossene Mietverträge.

Kappungsgrenze im Saarland

Im Saarland gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Kappungsgrenze, Mieterhöhung, Mietpreisbremse