33. Deutscher Verwaltertag in Berlin
In der Eröffnungsrede betonte die neu gewählte VDIV-Präsidentin Sylvia Pruß die bedeutende Rolle der Immobilienverwaltungen als Stabilitätsanker und machte deutlich, dass die Branche bereit sei, anstehenden Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten. Sie warnte eindringlich vor dem zunehmenden Fachkräftemangel, der bereits heute dazu führe, dass wichtige Arbeiten liegenbleiben. Das stelle nicht nur eine Herausforderung dar, sondern gefährde langfristig den Erhalt von Wohnraum im Bestand.
Pruß forderte bessere Rahmenbedingungen, eine moderne Ausbildung und Aufstiegschancen, um junge Talente zu gewinnen. Der VDIV setze auf Nachwuchsförderung durch Initiativen wie das Young-Professionals-Netzwerk und Qualifizierungsprogramme.
Herausforderungen durch Energiewende und Regulierungen
Die VDIV-Präsidentin mahnte politische Verlässlichkeit bei der Umsetzung der Energiewende an. Kurzfristige Gesetzesänderungen wie beim Gebäudeenergiegesetz und verspätete Förderstarts hätten erhebliche Unsicherheiten geschaffen und erschwerten Sanierungsprojekte im Bestand erheblich. Ohne Planungssicherheit seien diese kaum realisierbar.
1.500 Teilnehmer beim Verwaltertag
Laut Mitteilung des Verbandes haben sich in Berlin rund 1.500 Fachbesucher und Gäste eingefunden, um am Verwaltertag teilzunehmen. Neben Strategien zur Bewältigung des Fachkräftemangels stehen Themen wie digitale Transformation, Change Management sowie aktuelle Fragen des WEG- und Mietrechts im Fokus der Veranstaltung.
Immobilienverwaltung des Jahres 2025
Auf einem Festabend zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages zeichnet der VDIV die Immobilienverwaltung des Jahres 2025 aus. In der Ausschreibung suchte der Verband Unternehmen, die innovative Ansätze bei der Verwaltung kleiner Wohnungseigentümergemeinschaften verfolgen.
Deutscher Verwaltertag 2026
Der 34. Deutsche Verwaltertag findet am 17. und 18.9.2026 in Berlin statt.
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