Deutscher Verwaltertag 2019: Aus DDIV wird VDIV

Der DDIV heißt jetzt VDIV. Das gab der Verband auf dem 27. Deutschen Verwaltertag bekannt. Eine erfolgreiche WEG-Reform steht aktuell im Fokus des Verbandes, wie VDIV-Präsident Heckeler bei der Eröffnung der Veranstaltung betonte.

In Berlin hat der 27. Deutsche Verwaltertag begonnen. Zu Beginn wartete der bisherige Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V. (DDIV), der den Verwaltertag ausrichtet, mit der Nachricht über seine Umbenennung auf: „Verband der Immobilienverwalter Deutschlands e.V.“, kurz „VDIV Deutschland“ lautet sein neuer Name. Ziel der Umbenennung ist nach Angaben des Verbandes, in der Branche, in der Öffentlichkeit und der Politik noch besser als Sprachrohr der Immobilienverwalter wahrgenommen zu werden.

WEG-Reform als Ganzes abschließen

In seiner Eröffnungsrede warb VDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler dafür, der WEG-Reform zu einem erfolgreichen Abschluss zu verhelfen. Der kürzlich vorgelegte Abschlussbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform des WEG zeige das ernsthafte Bemühen von Bund und Ländern, eine belastbare WEG-Reform auf die Beine zu stellen. Die Reform müsse als Ganzes abgeschlossen werden und dürfe nicht durch vorgezogene Änderungen, etwa zur Förderung der E-Mobilität, gefährdet werden.

Verband fordert weiter Sachkundenachweis

Nach wie vor hält der Verband an einer seiner Kernforderungen der vergangenen Jahre fest: Die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienverwalter, der im Laufe der Einführung einer Berufszulassungsregelung für Verwalter unter die Räder gekommen war. Heckeler verwies auf die aktuelle Diskussion zur Wiedereinführung der Meisterpflicht für bestimmte Handwerksberufe und begrüßte, dass sich die Forderung nach einem Sachkundenachweis für Immobilienverwalter im Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur WEG-Reform wiederfindet.

Mehr Selbstbewusstsein bei der Vergütung

Schließlich appellierte Heckeler in seiner Eröffnungsrede an die Verwalter, in Bezug auf die Verwaltervergütung selbstbewusster aufzutreten und sich nicht länger in selbst auferlegter Zurückhaltung zu üben. Wer sich und seine Mitarbeiter regelmäßig fortbilde und eine hohe Qualität anbiete, könne auch eine angemessene Vergütung verlangen. Im Zweifel solle ein Verwalter auf ein unwirtschaftliches Mandat verzichten.

Immobilienverwalter des Jahres 2019

Auf einem Festabend zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages hat der VDIV den Immobilienverwalter des Jahres 2019 ausgezeichnet.