| Orkan "Xaver"

Sturmschäden für die Versicherung dokumentieren

Versicherung zahlt bei Sturmschäden
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Orkantief „Xaver“ hat erhebliche Schäden an Gebäuden hinterlassen. Um der Versicherung die Sturmschäden nachweisen zu können, müssen Betroffene die Schäden dokumentieren, bevor sie zum Aufräumen und Reparieren schreiten.

Wenn die Winde des Orkantiefs “Xaver“ schwächer werden, heißt es Ruhe bewahren. Schäden an Gebäuden oder sonstigen Gegenständen dürfen Betroffene nicht gleich aufräumen, denn die Versicherung benötigt zur Regulierung der Sturmschäden Fotos und Protokolle der zerstörten Gegenstände. Beschädigte Gegenstände sollten zum Nachweis des Schadens am besten aufbewahrt werden. Ist das nicht möglich, sollten sie fotografiert oder gefilmt werden. Unter Umständen ist es sogar ratsam, Zeugenaussagen festzuhalten.

Sofort reagieren müssen die Bewohner aber, wenn es zum Beispiel durch das abgedeckte Dach hineinregnet. Denn sie sind dafür verantwortlich, dass die Schäden nicht noch größer werden, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) erläutert. Beschädigt eindringendes Wasser den Innenausbau und die Dämmung, können die Reparatur aufwendiger und die Kosten höher werden. Die Versicherungen sprechen in diesem Fall von der Schadenminderungspflicht.

Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung zahlt Sturmschäden

Sturmschäden sind über die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgesichert, wenn nachweislich ein Sturm die Ursache war. Ein Sturm hat dabei mindestens Windstärke acht. „Xaver“ fegt dem Deutschen Wetterdienst zufolge teilweise mit Böen bis Windstärke zwölf über das Land.

Die Gebäudeversicherung zahlt Schäden am Haus wie abgedeckte Dächer. Sie kommt auch für Folgeschäden auf, wenn zum Beispiel durch das vom Sturm beschädigte Dach Regen eindringt und Wände oder Fußböden beschädigt werden.

Eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung bezahlt Schäden durch Grundwasser, Hochwasser oder Regen nicht. Daher sind die vollgelaufenen Keller laut dem Bund der Versicherten (BdV) in der Regel nicht versichert. Nur wenn der Kunde auch sogenannte Elementarschäden abgesichert hat, besteht Versicherungsschutz.

Schlagworte zum Thema:  Hausratversicherung, Dach, Sturm, Versicherung, Obliegenheit

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