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Milliarden-Paket vom Bund macht im Wohnungsbau Hoffnung


Milliarden-Paket vom Bund macht im Wohnungsbau Hoffnung

Die Baubranche hat schwierige Jahre hinter sich. Mit dem Krieg in der Ukraine sind die Materialpreise und die Zinsen gestiegen – vor allem der Wohnungsbau brach ein. Jetzt laufen die Geschäfte wieder besser.

Das Bauhauptgewerbe hat zum Start ins zweite Halbjahr 2025 wieder bessere Geschäfte gemacht. Im Juli ist der Auftragseingang gegenüber Juni preisbereinigt um 1,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Gegenüber Juli 2024 betrug das Plus sogar 8,7 Prozent. Der Auftragseingang im Hochbau – der wesentlich vom Wohnungsbau abhängt, legte um knapp elf Prozent zu.

Auch die Umsätze sind gestiegen: Im Juli lag der Erlös preisbereinigt um 1,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, bei zunehmender Beschäftigung. Zwischen Januar und Juli 2025 wuchs der Umsatz um 2,1 Prozent gegenüber den ersten sieben Monaten 2024. Nach den Daten des Bundesamtes erzielten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten von Januar bis Juli 2025 einen Umsatz von zirka 62 Milliarden Euro, nach 59,2 Milliarden Euro bis Juli 2024 – das entspricht einem Zuwachs um knapp fünf Prozent. Im Hochbau bedeutet das ein Plus um zwei Prozent.

Stimmung am Bau hellt sich auf

"Wir sehen im Jahresverlauf erfreulicherweise eine Stabilisierung der Wohnungsbauaufträge", sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Die Konjunktur am Bau bleibe aber insgesamt durchwachsen, das liege wiederum an Straßen- und Wirtschaftsbau.

"Mit 11,8 Milliarden Euro bis Juli 2025 lag das Auftragsvolumen knapp zwölf Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Real sind das aber immer noch ein Viertel weniger Aufträge als vor der Krise 2022", so Pakleppa. Damit der Wohnungsbau wieder richtig in Gang komme, brauche es neben dem Bauturbo die Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten Förderimpulse für Projekte im Bauüberhang und für neue Vorhaben. Denn bei den neu eingehenden Baugenehmigungen sei bisher keine nachhaltige Trendwende erkennbar.

Die Baubranche hat schwierige Jahre hinter sich. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 sind die Preise für Materialien und die Zinsen gestiegen, der Wohnungsbau ist regelrecht eingebrochen.

Viele Menschen konnten sich kein Wohneigentum mehr leisten. Nun hofft die Baubranche mit gesunkenen Leitzinsen und den Milliardenausgaben des Bundes für Infrastruktur auf Rückenwind. Dem jüngsten Ifo-Index für September 2025 zufolge hat sich die Stimmung am Bau aufgehellt, nachdem die Forscher noch im August weniger optimistische Zahlen präsentiert hatten. "Es dauert noch bis die gestiegenen Baugenehmigungen sich in der Auftragslage widerspiegeln", so  Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen.


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dpa

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