PropTech-Branche revolutioniert den Immobilienmarkt

Die hiesige PropTech-Szene akquiriert sich vornehmlich nicht aus den Reihen der Immobilienwirtschaft, wie eine aktuelle Studie von Catella Research zeigt: Nur etwa 30 Prozent der Mitarbeiter der Startups waren zuvor in der Immobilienwirtschaft tätig, nur 21 Prozent haben ein Studium oder eine Ausbildung zum Thema absolviert.

Das zeige, dass PropTechs von außen an die Immobilienbranche herantreten, nachdem sie eine Marktnische erkannt haben und diese mit verschiedenen Technologien und innovativen Geschäftsmodellen schließen wollen, heißt es in der Studie von Catella Research, für die 283 PropTechs befragt wurden. Schwerpunkte seien auch die Digitalisierung von Teilbereichen wie dem Property und dem Asset Management oder Data Services. Insgesamt gebe es in Deutschland mittlerweile mehr als 300 PropTechs, so die Analysten zum Status Quo der deutschen PropTech-Landschaft.

"Obwohl die PropTechs ... weniger disruptiv als erwartet auftreten, erhöht sich ... der Druck auf Immobilienunternehmen und deren Führungskräfte, sich über ... Geschäftsmodelle in Abgleich mit den Anforderungen der Digitalisierung zu positionieren." Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella

Den Austausch und die Kooperation mit etablierten Unternehmen der Immobilienbranche nannten 43,5 Prozent der befragten Startups als "sehr wichtig" für die Wahl des eigenen Firmensitzes. 47,8 Prozent halten das immerhin für "wichtig".

PropTechs suchen die räumliche Nähe zu etablierten Immobilienunternehmen

Standorte, an denen mehrere größere Unternehmen der Immobilienbranche sitzen, sind  für PropTechs besonders interessant. 32,6 Prozent der Proptechs sagten in der Umfrage von Catella Research, die räumliche Nähe zu Immobilienunternehmen sei ihnen "sehr wichtig", 43,5 Prozent halten die Nähe zu den Etablierten für "wichtig".

Zusätzlich werden ein Pool an Talenten, ein städtisches Umfeld mit hoher Lebensqualität und PropTech- beziehungsweise Startup-Netzwerke (60,9 Prozent) an einem Standort in die Kategorie mit der höchsten Priorität eingestuft.

PropTech-Hotspot ist Berlin, Coworking Spaces bevorzugte Arbeitsplätze

Coworking Spaces und Innovationszentren werden von Startups verstärkt genutzt, da hier Interdisziplinarität, Kreativität und der Austausch mit einer Vielzahl von Akteuren gefördert werden können. Ganz konkret arbeiten von den befragten PropTechs der Studie zufolge 48 Prozent in einem Coworking Space und 22 Prozent in einem Innovationszentrum. Vor allem die Gründungsphase verbringen PropTechs gerne in dieser Art von Büro.

Der PropTech-Hotspot Nummer eins ist Berlin, gefolgt von München, Hamburg und Frankfurt am Main. Im Durchschnitt beschäftigen die Startups 13 bis 16 Mitarbeiter, das Durchschnittsalter liegt bei 29 Jahren.


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