Die Niedrigzzinsphase wirkt sich positiv auf den Wohnungsbau und die Geschäfte des Baugewerbes aus Bild: Corbis

Die anhaltenden Niedrigzinsen und der Immobilienboom haben der Baubranche auch im Juni wieder gute Geschäfte eingebracht: Der Umsatz stieg im Vergleich zu Juni 2016 deutlich um 3,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Auch die Zahl der Beschäftigten legte zu: um 2,8 Prozent.

Für 2017 rechnet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mit der Fertigstellung von neuen 320.000 Wohnungen. Aufträge und Umsatz sind den im Verband organisierten Unternehmen zufolge im ersten Halbjahr deutlich um 5,5 beziehungsweise 10,2 Prozent gestiegen. Das wären deutlich mehr als die im Vorjahr von Destatis ermittelten 278.000 Wohnungen.

2016 hatte das Bauhauptgewerbe dem Statistischen Bundesamt zufolge das stärkste Neugeschäft seit 20 Jahren verbucht: Die Aufträge waren im Vergleich zu 2015 um 14,6 Prozent auf 67,8 Milliarden Euro gestiegen. Auch hier waren Hauptgründe für den Aufschwung die niedrigen Zinsen und der Immobilienboom. Nur 1996 hatte der Wert bei 72,3 Milliarden Euro höher gelegen.

Treiber des ungebrochenen Immobilienbooms ist vor allem der Wohnungsbau. Hier machen die anhaltenden Niedrigzinsen nach wie vor die Immobilienfinanzierungen günstig.

Berücksichtigt in der Statistik des Bundesamtes werden Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern.

Schlagworte zum Thema:  Baugewerbe, Immobilien, Zinsen

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