Geopolitische Unsicherheit setzt Wohnungsbau zu
Das Geschäftsklima im Wohnungsbau fiel laut dem Münchner Ifo-Institut im April 2026 von minus 19,3 Punkten im März 2026 auf minus 28,4 Punkte – das ist der stärkste Rückgang seit April 2022. Vor allem die Zukunftserwartungen der Unternehmen trübten sich ein, aber auch die Beurteilung der laufenden Geschäfte verschlechtere sich, heißt es.
"Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Die Sorgen um Lieferengpässe nehmen den Angaben zufolge spürbar zu.
Stornierungsquote bleibt nahezu unverändert
Im April 2026 meldeten 9,2 Prozent der befragten Unternehmen Einschränkungen bei der Materialversorgung – vor allem bei Grundstoffen. Zuvor hatte dieser Wert über zwei Jahre hinweg bei lediglich rund einem Prozent gelegen.
Im laufenden Geschäft blieb die Lage derweil weitgehend stabil. Der Anteil der Betriebe, die über zu wenig Aufträge klagen, veränderte sich kaum und lag bei 43,8 Prozent. Auch die Stornierungsquote blieb mit 10,8 Prozent nahezu unverändert.
In den Jahren 2023 und 2024 war das Geschäftsklima mit Werten teils zwischen minus 40 bis um die minus 60 Punkte insgesamt noch schlechter.
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Bernd Michalski
18.11.2025 17:16 Uhr
Mehrgeschoss-Wohnungsbau als Lean Construction
Wenn die Ewiggestrigen und Besitzstandswahrer aus der Beton-Fraktion im Wohnungsbau mit der Immobilienverwertung allgemein eine EK-Rendite von weniger als 3% erwirtschaften bzw. erzielen können, ist das kein wirklich erstrebenswertes Resultat.
Eine Alternative im Wohnungsbau wäre die Entflechtung von der Beton-Fraktion hin zu effizienteren Bauweisen.
Lean Construction im Bauwesen wird von den Protagonisten im Allgemeinen auf Prinzipien des schlanken Managements bei Bauprozessen begrenzt. Dabei ist die „schlanke Konstruktion“ des Baukörpers ebenso bedeutsam, wenn nicht sogar bedeutsamer, weil es sich durch die Qualität der Materialressourcen-Produktivität unmittelbarer auf die Kosten und damit auf dem Gewinn auswirkt.
Und das ist der Sinn von Wirtschaft und damit auch von Immobilienwirtschaft.
Die provokante Frage von Buckminster Fuller: „Wie viel wiegt Ihr Gebäude, Mr. Foster?“ ist nach wie vor hoch aktuell. Insbesondere zu Zeiten, wo die Ressourcen-Produktivität im Bauwesen eine zunehmende Rolle spielt.