Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / I. Sachbezug als Einnahme
 

Rz. 1

Stand: EL 111 – ET: 01/2017

Dieses Stichwort befasst sich mit dem Begriff Sachbezüge und ihrer steuerlichen Behandlung, besonders der Bewertung. Der hier im Blickpunkt der Erläuterung stehende § 8 EStG gilt für alle Überschusseinkünfte, soweit nicht Abweichendes geregelt ist. Zu den Überschusseinkünften gehören auch die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit iSv § 19 EStG (vgl § 2 Abs 2 Satz 1 Nr 2 EStG). Solche Einkünfte sind der Saldo der Einnahmen nach Abzug von WK (> Einnahmen-Überschussrechnung). Was Einnahmen sind, bestimmt § 8 Abs 1 EStG: Alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Stpfl im Rahmen einer der Überschusseinkunftsarten zufließen.

 

Rz. 2

Stand: EL 111 – ET: 01/2017

Güter in Geld umfassen Euro-Bargeld, aber auch sog Euro-Buchgeld im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Bei ArbN werden sie zusammenfassend als Barlohn bezeichnet. Sie werden mit dem Nominalwert bewertet (> Geld; siehe zudem R 8.1 Abs 1 Satz 6 LStR und > Devisen). Andere Einnahmen entstehen aus Gütern, die nicht in Geld, sondern in Geldeswert bestehen. Zu solchen sog geldwerten Vorteilen gehören die Verschaffung von Leistungsansprüchen gegen Dritte, die der ArbN zB in Form von Schecks oder Wechseln erhält (> Zufluss von Arbeitslohn Rz 10; ergänzend > Arbeitslohn Rz 28) oder auch durch die > Übernahme der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber oder den Verzicht auf eine Forderung (zB ein > Darlehen Rz 65 ff). Sachbezüge sind eine Unterart der geldwerten Vorteile. Um ihren Geldeswert zu bestimmen, müssen sie bewertet werden (> Rz 30 ff, > Rz 37 ff).

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