Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, Getränke
 

Rz. 1

Stand: EL 103 – ET: 07/2014

Aufwendungen für Getränke sind idR nicht als WK abziehbar; sie sind Aufwendungen für die Lebensführung iSd § 12 Nr 1 EStG (> Mahlzeiten Rz 1). Das gilt auch, wenn durch Hitze oder Staub am Arbeitsplatz ein erhöhtes Bedürfnis nach Getränken entsteht wie zB in einer Gießerei (BFH 69, 406 = BStBl 1959 III, 412) oder bei Glasbläsern (Inf 1963, 272) und für ArbN, die in tropischen Gewässern im Schiffsmaschinenraum arbeiten (EFG 1974, 416).

 

Rz. 2

Stand: EL 103 – ET: 07/2014

Getränke und Genussmittel, die ArbN für den persönlichen Bedarf während der Arbeitsleistung im Betrieb unentgeltlich erhalten, behandelt die FinVerw als steuerfreie Aufmerksamkeit (> R 19.6 Abs 2 LStR). In Betracht kommen Kaffee, Tee, Milch, Mineralwasser, Saft, aber auch Sekt und Bier sowie Zigaretten. Das ist nicht zwingend richtig (vgl auch Schmidt/Krüger, § 19 EStG Anm 100 Aufmerksamkeiten), die Erfassung unregelmäßig angebotener geringwertiger Vorteile wäre aber unökonomisch. Deshalb gilt dies auch nur, soweit keine arbeitsrechtliche Verpflichtung besteht (> Aufmerksamkeiten Rz 4). Dann aber ist § 8 Abs 2 Satz 11 EStG zu beachten (zur 44-Euro-Grenze > Sachbezüge Rz 50). Der > Freitrunk im Brauereigewerbe bleibt nur im Rahmen von § 8 Abs 3 EStG steuerfrei, auch wenn die Getränke außerhalb des Betriebs verwertet werden.

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