27.09.2012 | Jones Lang LaSalle

Büronebenkosten auf neuem Allzeithoch

Den größten Teil der Nebenkosten machen die Heizkosten aus
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Nebenkosten in Deutschlands Büros sind nach der neuesten Oscar-Untersuchung von Jones Lang LaSalle im Jahresvergleich um rund ein Prozent (+ 0,05 Euro) auf 3,46 Euro pro Quadratmeter pro Monat gestiegen. Trotz des nur geringfügigen Anstiegs liegt damit der Durchschnittwert auf einem neuen Allzeithoch.

Die Kategorien, die die höchsten Anteile an den Nebenkosten auf sich vereinen: Öffentliche Abgaben, Wartung, Strom, Heizung verzeichneten weitgehend stabile Werte oder Schwankungen von höchstens bis zu 0,02 Euro pro Quadratmeter und Monat. Der Aufwärtstrend bei Strom und Heizung bleibt bestehen: Die Heizkosten verbuchten einmal mehr den höchsten Anteil aller Kostenfaktoren.

Sinnvolle Kosteneinsparungen nur durch energetische Sanierungen möglich

Leicht rückläufig waren die Kosten bei der Kategorie "Reinigung", steigend dagegen wieder nach einem Rückgang im Vorjahr, die Versicherungskosten. "Der konsequente Anstieg der Nebenkosten setzt sich weiter fort", sagt Christina Hoffmann, Leiterin Property Management Jones Lang LaSalle Deutschland. "Sinnvolle Kosteneinsparungen können nur durch energetische Sanierungen der haustechnischen Anlagen erreicht werden. Der nachhaltige Fokus in der Entwicklung des Immobilienbestandes in den nächsten Jahren muss genau an dieser Zielsetzung orientiert sein."

Frankfurt am Main mit höchstem Nebenkostenanstieg

Während die Nebenkosten in Düsseldorf (3,34 Euro / m² / Monat) und München (3,54 Euro/m²/Monat) im aktuellen Oscar geringfügig zurückgingen, waren in Hamburg (3,42 Euro/m²/Monat), Berlin (3,49 Euro / m² / Monat) leichte Steigerungen zu verzeichnen.

Mit + 4 Prozent verbucht Frankfurt den höchsten Anstieg. Gemittelt über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude hinweg fallen in der Mainmetropole mit 3,57 Euro pro Quadratmeter und Monat auch die höchsten Durchschnittskosten an, in Düsseldorf wie im Vorjahr mit 3,34 Euro pro Quadratmeter und Monat die niedrigsten.

Hamburg verweist München auf Platz 3 bei den Gesamt-Bürokosten

Bei der Betrachtung der Gesamt-Bürokosten (gewichtete Durchschnittsmiete + Nebenkosten) liegt Frankfurt trotz eines deutlichen Rückgangs (-7 %) mit 21,58 Euro pro Quadratmeter und Monat deutlich vorn. Auf Platz zwei hat Hamburg (+ 9 % auf 18,09 Euro/m²/Monat) die bayerische Landeshauptstadt (nahezu gleichbleibend bei 17,83 Euro/m²/ Monat) auf Platz drei verdrängt.

Bezeichnenderweise werden in Düsseldorf und Berlin zwar mit 16,23 Euro pro Quadratmeter und Monat (- 5 % gegenüber Oscar 2011) beziehungsweise 15,91 Euro pro Quadratmeter und Monat (- 1 %) die geringsten Gesamtkosten registriert, gleichzeitig mit rund 20 Prozent und knapp 22 Prozent auch die höchsten Anteile der Nebenkosten an den monatlichen Kosten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Nebenkosten, Büroimmobilie

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