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Arbeitsschutz








Schwangere Frau im Büro
Schwangere Frau im Büro
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Korrekte Berechnung des Schwangerschaftsbeginns

Der Sonderkündigungsschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen nach § 17 Abs. 1 Nr. 1 MuSchG knüpft am tatsächlichen Vorliegen einer Schwangerschaft zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung an. Will die Arbeitnehmerin das Vorliegen der Schwangerschaft über eine statistische Wahrscheinlichkeit herleiten, ist dieses über einen Anscheinsbeweis möglich, der aber nur bei typischen Geschehensabläufen greifen kann.



Bagger auf Baugrund
Bagger auf Baugrund
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Haftungsprivilegierung des SGB VII sperrt auch ein Hinterbliebenengeld

Die innerbetriebliche Haftungsprivilegierung nach §§ 104, 105 SGB VII sperrt auch die Ansprüche auf ein Hinterbliebenengeld nach § 844 BGB. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun diese lange umstrittene Frage entschieden und grenzt sie damit von seiner Rechtsprechung zur unbeschränkten Haftung für Schockschäden ab. Hinterbliebene hätten Ansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung und seien somit in auch deren System einbezogen.



Container-Terminal Hamburg
Container-Terminal Hamburg
Internationale Fracht

Frachtcontainer: Eine Ladung voller Gefahren für die Hafenfacharbeiter

Laut Studien weist jeder fünfte Import- bzw. Überseecontainer gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen auf. Zudem werden in den Frachtcontainern unfreiwillig oft Schädlinge in die Zielländer transportiert, die teilweise selbst für Menschen eine Gefahr darstellen können. Das Öffnen und die Entladung von Containern aus dem nahen und fernen Ausland stellt daher ein hohes Sicherheitsrisiko für die zuständigen Hafenfacharbeiter dar.



Verkehrsübung
Verkehrsübung
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Unfallversicherungsschutz bei einem vom Arbeitgeber finanzierten Fahrsicherheitstraining?

Die Teilnahme an einem vom Arbeitgeber finanzierten Fahrsicherheitstraining kann nach einem Urteil des LSG Nordrhein-Westfalen vom 14.12.2021 (Az. L 15 U 311/20) dem Versicherungsschutz als Beschäftigter nicht zugerechnet werden, soweit damit keine geschuldete arbeitsvertragliche Haupt- oder Nebenpflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis erfüllt wird.




Hörgerät
Hörgerät
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Sturz auf dem Weg zum Hörgeräteakustiker ist kein Arbeitsunfall

Ein Sturz vor Ar­beits­be­ginn auf dem Weg zum Ge­schäft eines Hör­ge­räte­akus­ti­kers, um Er­satz­bat­te­ri­en zu kau­fen, steht nach einem Urteil des LSG Berlin Brandenburg nicht unter dem Schutz der ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung. Daran än­de­re auch eine ver­trag­li­che Ne­ben­ab­re­de mit dem Arbeitgeber nichts, die Beschäftigte zum Tra­gen eines Hör­ge­räts ver­pflich­te.





Corona Test
Corona Test
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anordnung von anlasslosen Coronatests am Arbeitsplatz

Eine anlasslose Aufforderung an Beschäftigte, einen Coronatest durchzuführen, ist mit dem Direktionsrecht des Arbeitgebers nicht vereinbar. Arbeitgeber können jedoch aus allgemeiner Rücksichtnahmepflicht gemäß § 241 Abs. 2 BGB von Arbeitnehmern die Durchführung eines Coronatests verlangen, sofern diese Kontakt mit auf das Coronavirus positiv getesteten Kollegen hatten.


Coronatest
Coronatest
Arbeitsschutz im Betrieb

Lässt sich 3G am Arbeitsplatz fortführen?

Die jüngsten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung beschäftigen spätestens seit dem 20. März 2022 viele Unternehmen. Insbesondere der Wegfall der 3G-Regelung am Arbeitsplatz, die bisher in § 28b Abs. 1 IfSG normiert war, stellt Arbeitgeber vor viele Fragen. Eine Großzahl von Unternehmen verspürt angesichts des nach wie vor erheblichen Infektionsgeschehens das dringende Bedürfnis, die bisherige Regelung nicht vollständig aufzugeben. Ist das möglich?



TRX1834.TIF
TRX1834.TIF
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Wann ist Schwerhörigkeit durch Hubschrauberlärm berufsbedingt?

Eine 14-mo­na­ti­ge Tä­tig­keit im sog. „Ground­hand­ling“ von Hub­schrau­bern reicht nach Meinung des LSG Niedersachsen-Bremen selbst bei einer er­höh­ten Lärm­be­las­tung nicht zur An­er­ken­nung eines be­ruf­li­chen Hör­scha­dens aus. Das LSG verwies dazu auf die fach­me­di­zi­ni­schen "Kö­nig­stei­ner Emp­feh­lun­gen".



Attestpflicht des Arbeitnehmers
Attestpflicht des Arbeitnehmers
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Krankschreibung - wann muss der „gelbe Zettel“ vorgelegt werden?

Nicht nur im Rahmen der Pandemie - Erkrankungen von Beschäftigten sind leider der Alltag. Nicht immer herrscht jedoch Klarheit hinsichtlich der Frage, wann eigentlich eine ärztliche Krankschreibung - der so genannte „gelbe Zettel“ - beim Arbeitgeber vorzulegen ist. Und wann hat der Betriebsrat mitzureden, wenn es um die Vorlage der Krankschreibung geht?


Mitarbeiter in Bar
Mitarbeiter in Bar
ArbMedVV

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Nachtarbeitnehmern

Tätigkeiten in den Nachtstunden lassen sich im Arbeitsleben nicht gänzlich vermeiden. Dies betrifft nicht nur Bereiche, in denen dies dem Berufsbild immanent ist (wie z. B. in Krankenhäusern und bei der Polizei), sondern auch solche, in denen sich heutige Lebensformen und Gewohnheiten widerspiegeln wie z. B. in der Gastronomie und dem Freizeitverhalten der Menschen. Arbeitnehmer haben bei Nachtarbeit Anspruch auf eine arbeitsmedizinische Vorsorge.



Rettungssanitäter und Arzt rennen mit Patient in die Notaufnahme
Rettungssanitäter und Arzt rennen mit Patient in die Notaufnahme
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anerkennung eines Arbeitsunfalls bei ungeklärter Ursache

In Fällen, in denen ein Versicherter am Arbeitsplatz unter ungeklärten Umständen verunglückt, kommt es auf die Handlungstendenz des Verunglückten an. Verunglückt der Beschäftigte an einem Ort, an dem er bis zum Unfallzeitpunkt die versicherte Tätigkeit verrichtet hat, spricht - so das LSG Hamburg in einem aktuellen Urteil - alles dafür, dass auch im Unfallzeitpunkt seine Handlungstendenz auf die versicherte Tätigkeit gerichtet war.



Frau mit Behinderung auf dem Gang mit Kollegen
Frau mit Behinderung auf dem Gang mit Kollegen
Inkludierte Gefährdungsbeurteilungen

Wie Unternehmen Menschen mit Schwerbehinderung sicher beschäftigen können

Lange Zeit hat es für die Arbeitsplätze von Menschen mit schweren Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt keine spezifischen Gefährdungsbeurteilungen gegeben. Mit der „Inkludierten Gefährdungsbeurteilung“ liegt diese seit 2016 vor. Wie sieht eine inkludierte Gefährdungsbeurteilung aus und wie können Unternehmen sich dabei durch die Integrationsämter beraten und helfen lassen?


Transporter
Transporter
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Gefahrguttransport - Selbstbelastungsfreiheit auch für Auskunft über die Person

Wer von der Po­li­zei zwecks Er­mitt­lung einer Ord­nungs­wid­rig­keit um Aus­kunft er­sucht wird, wer der Ver­ant­wort­li­che für die Ein­hal­tung von Vor­schrif­ten zur Ge­fahr­gü­ter­be­för­de­rung ist, kann die An­ga­be der Daten ver­wei­gern, wenn er selbst oder ein naher An­ge­hö­ri­ger diese Auf­ga­be in­ne­hat.


Frauenfußballmannschaft
Frauenfußballmannschaft
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Unfallversicherungsschutz beim Betriebssport - eine unendliche Geschichte

Ein unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehender Betriebssport liegt regelmäßig dann vor, wenn der Sport Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat, regelmäßig stattfindet und der Teilnehmerkreis im Wesentlichen auf Unternehmensangehörige beschränkt ist. Übungszeit und Übungsdauer müssen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen und der Sport unternehmensbezogen organisiert sein.



Laptop vor schwarzem Hintergrund mit Handschellen
Laptop vor schwarzem Hintergrund mit Handschellen
Aktuelles Interview

Datenschutz für Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Datenschutz ist nicht nur ein aktuelles Thema, sondern häufig auch unübersichtlich. Oft ist unklar, was alles in den Bereich Datenschutz fällt und ob die eigene Tätigkeit davon betroffen ist. Hinzu kommt, dass der Schutz der Daten immer kompliziertere Anforderungen hat, die ein geplantes Projekt vor große Herausforderungen stellen können. Es ist daher von großer Bedeutung zu wissen, wann und wie der Datenschutz in Zuge der eigenen Tätigkeit berücksichtigt werden muss.



Rehe, zwei, am Waldrand
Rehe, zwei, am Waldrand
Verkehrssicherheit

Wildunfälle und Wildschaden: Wie Autofahrer sich richtig verhalten

Wildunfälle häufen sich gerade in der kalten Jahreszeit. Aber auch während des Rests des Jahres ist das Risiko für Autofahrer groß: Alle zweieinhalb Minuten passiert auf Deutschlands Straßen ein Wildunfall, über 2.500 Menschen werden dadurch jährlich verletzt oder sogar getötet. Wie kann man auf Arbeitsfahrten Wildunfälle vermeiden? Und wenn sie doch passieren: Was ist nach einem Unfall zu tun?



Mann mit Notizblock in der Hand im Gespräch
Mann mit Notizblock in der Hand im Gespräch
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

„Haltbarkeit“ eines betrieblichen Eingliederungsmanagements

§ 167 Abs. 2 S. 1 SGB IX begründet eine Pflicht des Arbeitgebers zur Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (bEM), sobald innerhalb eines Zeitraums von maximal einem Jahr sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit überschritten sind. Erkrankt der Arbeitnehmer nach Abschluss eines bEM erneut innerhalb eines Jahres für mehr als sechs Wochen, ist grundsätzlich erneut ein bEM durchzuführen.




Rennradfahrer, Detail Beine, Bewegung
Rennradfahrer, Detail Beine, Bewegung
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Der Weg anlässlich der Wartung eines "Jobrades" kann unfallversichert sein

"Job­Rad-Mo­del­le" sind zunehmend verbreitet. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg hat nun in diesem Zusammenhang ent­schie­den, dass ein Arbeitnehmer der Unfallversicherung unterliegt, wenn er ein sol­ches Fahr­rad au­ßer­halb sei­ner ei­gent­li­chen Ar­beits­zeit, aber in Er­fül­lung einer ver­trag­li­chen Ver­pflich­tung mit dem Ar­beit­ge­ber zu einer all­jähr­li­chen In­spek­ti­on in eine Ver­trags­werk­statt bringt.





Mann hält negativen Coronatest in der Hand
Mann hält negativen Coronatest in der Hand
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Keine Kündigung ohne Abmahnung nach Verweigerung der Durchführung von Corona-Schnelltests

Die Weigerung eines Arbeitnehmers, einer vom Arbeitgeber angeordneten Corona-Testpflicht nachzukommen, stellt einen schuldhaften Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten dar. Eine Kündigung aufgrund der Verweigerung der Durchführung von Corona-Schnelltests ist allerdings nach einem Urteil des ArbG Hamburg vom 24.11.2021 (Az. 27 Ca 208/21) ohne vorherige Abmahnung unwirksam.