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Arbeitsschutz

Krank Schnupfen Grippe Erkältung Tee Bettruhe
Krank Schnupfen Grippe Erkältung Tee Bettruhe
Aktuelle Rechtsprechung

Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht unbedingt Amtsunfähigkeit

Wer arbeitsunfähig krank ist, muss nur deshalb nicht auch die Arbeit im Betriebsrat unterlassen. Das Hessische Landesarbeitsgericht stellt klar: Zeigt ein Betriebsratsmitglied seine fortbestehende Amtsfähigkeit an, muss der Vorsitzende des Betriebsrats auch dieses Mitglied einladen – trotz bestehender Krankmeldung. Auch das Freuen auf die Einstellung eines Ersatzmitglieds für den Krankgeschriebenen ändert daran letztendlich nichts.


Mann Präsentation
Mann Präsentation
Sicherheitskultur gestalten

4 Tipps zur Durchführung von Sicherheitskurzgesprächen

Sicherheitskultur geht über das Einhalten von Regeln und Vorschriften hinaus – sie zeigt sich im täglichen Handeln aller Mitarbeitenden und Führungskräfte. Wenn Sicherheit zu einer gemeinsamen Haltung wird, wird Vertrauen gefördert und Verantwortung übernommen. Das ist die Grundlage für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. In dieser Serie geben Ihnen Dr. Anna Ganzke und Stefan Ganzke von den Wandelwerker spannende Einblicke und neue Impulse zu verschiedenen Aspekten der Sicherheitskultur.


Altenheim, Pflegerin gibt Seniorin eine Tasse und Gebaeck
Altenheim, Pflegerin gibt Seniorin eine Tasse und Gebaeck
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anerkennung einer Covid19-Infektion als Berufskrankheit

Die Anerkennung einer Covid19-Infektion als Berufskrankheit Nr. 3101 der Anlage 1 der BKV ist bei einer als Betreuungskraft im Alten- und Pflegeheim tätigen Person grundsätzlich möglich. Allerdings kann eine Anerkennung nach einem Urteil des SG Augsburg nur erfolgen, wenn eine beruflich bedingte Ansteckung, also der Kontakt mit an Covid19 erkrankten Patienten oder Kollegen im beruflichen Zusammenhang, im Vollbeweis nachgewiesen ist. Die reine Möglichkeit einer beruflich bedingten Ansteckung genüge nicht.




Überwachungskamera
Überwachungskamera
BAuA-Umfrage

Digitales Monitoring belastet viele Beschäftigte

Die Digitalisierung bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Beschäftigten durch die Sammlung und Analyse ihrer computergespeicherten Daten rund um die Uhr zu kontrollieren – das „digitale Monitoring“. Aktuell veröffentlichte Ergebnisse einer Befragung von Beschäftigten in deutschen Großbetrieben durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigen, dass ein hoher Prozentanteil der Beschäftigten einen Verlust ihrer Arbeitsautonomie und Gesundheitsprobleme durch das Digitalmonitoring beklagt.





Impfung
Impfung
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Impfunregelmäßigkeiten nach einer COVID-19-Impfung sind im Regelfall kein Arbeitsunfall

Kommt es zu Impfunregelmäßigkeiten nach einer COVID-19-Impfung, liegt nach einem Urteil des SG Konstanz im Regelfall kein Arbeitsunfall vor, denn Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit gehören grundsätzlich zum unversicherten persönlichen Lebensbereich. Eine COVID-19-Impfung weise danach nicht schon dann einen sachlichen Zusammenhang zur versicherten Tätigkeit auf, weil der Beschäftigte damit (auch) Infektionen und Erkrankungen am Arbeitsplatz vermeiden will. Nur weil der Unternehmer Impfungen durch Informationen, Bescheinigungen über eine Impfpriorisierung oder Arbeitszeitgutschriften fördert, darf ein Beschäftigter nicht davon ausgehen, er komme mit der Impfung einer vermeintlichen Pflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis nach. 



Adventskranz mit brennenden Kerzen
Adventskranz mit brennenden Kerzen
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Das BSG stärkt den Unfallversicherungsschutz im Ehrenamt

Mit zwei Urteilen vom 8.12.2022 hat das Bundessozialgericht den Unfallversicherungsschutz im Ehrenamt gestärkt. Danach ist ein ehrenamtlicher Vereinsvorsitzender eines Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes eV (DRK) bei der Teilnahme an einer Versammlung eines anderen DRK-Ortsvereins unfallversichert, genauso wie ein ehrenamtliches Mitglied eines Frauenchores bei einem öffentlichen Adventssingen in kirchlichen Räumlichkeiten.


Uhr Zeiger
Uhr Zeiger
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Was rechtfertigt ein Auskunftsverlangen der Arbeitsschutzbehörde?

Für ein Auskunftsverlangen nach § 17 Abs. 4 ArbZG ist es ausreichend, aber auch erforderlich, dass die Aufsichtsbehörde einen berechtigten Anlass hat zu prüfen, ob ein Arbeitgeber die Arbeitszeitvorschriften einhält. Dazu muss ein konkreter Verstoß gegen Bestimmungen des ArbZG weder bereits feststehen noch ein konkreter Verdacht eines Gesetzesverstoßes gegeben sein. Das hat das OVG Sachsen-Anhalt entschieden.



Rettungssanitaeter, Notarzt, mit Patient auf Trage, Bewegung
Rettungssanitaeter, Notarzt, mit Patient auf Trage, Bewegung
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Der Schutz durch das Arbeitszeitgesetz - Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps

„Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ umschreibt immer noch treffend die klare Abgrenzung zwischen Frei- und Arbeitszeit, die durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) gewährleistet wird. Eine aktuelle Entscheidung des LAG Schleswig-Holstein setzt nun auch klare Grenzen, was die - u.a. digitale - Erreichbarkeit von Arbeitnehmern in ihrer Freizeit angeht.



Frau blickt schockiert auf Kündigung des Arbeitsvertrags
Frau blickt schockiert auf Kündigung des Arbeitsvertrags
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Der besondere Schutz schwerbehinderter Beschäftigter - auch im Rahmen einer Kündigung!

§ 168 SGB IX, wonach die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines schwerbehinderten Menschen durch den Arbeitgeber der vorherigen Zustimmung des Integrationsamts bedarf, gehört zu den Vorschriften, die Verfahrenspflichten zugunsten schwerbehinderter Menschen enthalten. Hat der Arbeitgeber vor Ausspruch einer Kündigung die nach § 168 SGB IX erforderliche vorherige Zustimmung des Integrationsamts nicht eingeholt, kann dieser Umstand nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts eine Vermutung nach § 22 AGG begründen, dass die Benachteiligung, die der schwerbehinderte Mensch durch die Kündigung erfahren hat, wegen eben dieser Schwerbehinderung erfolgte.




Mann im Rollstuhl sitzt mit Kollegen an Besprechungstisch
Mann im Rollstuhl sitzt mit Kollegen an Besprechungstisch
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Fortbestehender Schutz durch Schwerbehindertenvertretung?

Die betriebliche Schwerbehindertenvertretung hat nach § 178 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX die Aufgabe, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen, die schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Beschäftigte besonders schützen. Sie ist damit im Arbeits- und Gesundheitsschutz besonders gefordert. Was aber passiert mit der Schwerbehindertenvertretung, wenn die Zahl der Menschen, die sie schützen soll, unter den Schwellenwert von 5 Beschäftigten sinkt? Damit hat sich das BAG in einer aktuellen Entscheidung befasst.


Man in coveralls and protective mask installing ceiling insulatio
Man in coveralls and protective mask installing ceiling insulatio
Anpassungsüberprüfung von Atemschutzmasken

Atemschutzgeräte: Novellierte DGUV Regel richtet Fokus auf das Auswahlverfahren

Die DGUV Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ wurde 2021 umfassend aktualisiert. Neu aufgenommen ist das Auswahlverfahren und die damit verbundene Anpassungsüberprüfung von Atemschutzmasken, mit der die Dichtheit der Maske vor dem Hintergrund der spezifischen Bedingungen am Arbeitsplatz und der körperlichen Voraussetzungen der Trägerperson bewertet werden kann.





Geschäftsmann schaut in Café auf Smart Watch
Geschäftsmann schaut in Café auf Smart Watch
Digitale Revolution

Digitale Wearables: Wie sinnvoll ist ihr Einsatz im Arbeitsschutz?

Von Smart Watches zu VR-Headsets: Wearables gehören zu den wichtigsten Instrumenten der digitalen Revolution in den Unternehmen. In Deutschland wird ihr Einsatz in den Betrieben bislang durch die noch nicht vollständig geklärte Rechtslage abgebremst. Anders in anderen Ländern, insbesondere in Asien. Hier sind die Wearables schon seit Jahren auf uneingeschränktem Wachstumskurs. Auch beim Arbeitsschutz und dem öffentlichen Sicherheitsmanagement werden sie dort nun verstärkt eingesetzt.



Stechuhr, Zeitkontokarten, kleine Warnschilder
Stechuhr, Zeitkontokarten, kleine Warnschilder
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Nach dem BAG-Urteil - Pflicht zur Arbeitszeiterfassung schon jetzt?

Bereits der EuGH hatte im Jahr 2019 in seiner CCOO-Entscheidung (Az. C-55/18) eindeutig gefordert, dass die Arbeitszeiterfassung in die Tat umgesetzt werden muss. Sowohl die „GroKo“ als auch die „Ampel“ haben bislang wenig in diese Richtung unternommen. Nun aber hat das BAG mit einer die arbeitsrechtliche Praxis doch sehr überraschenden Entscheidung (Beschluss vom 13.9.2022, Az. 1 ABR 22/21) lapidar festgestellt, dass es eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung längst gibt - sie folge nämlich aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG. Besteht für die betriebliche Praxis nun Handlungsbedarf?




Gespräch2
Gespräch2
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

BEM-Verfahren kann einvernehmlich vorzeitig beendet werden

Ein nicht zum Abschluss gebrachtes Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) kann einer krankheitsbedingten Kündigung dann nicht entgegenstehen, wenn es einvernehmlich von Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorzeitig beendet wurde. Allerdings muss dafür nach einem Urteil des LAG Düsseldorf der Arbeitnehmer die notwendigen Kenntnisse über das BEM-Verfahren besitzen, um beurteilen zu können, ob es beendet oder fortgesetzt werden sollte.







Krank: Frau schaut auf Thermometer
Krank: Frau schaut auf Thermometer
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV 2 als Arbeitsunfall

Dass es in Deutschland massenweise zu Infektionen mit dem Covid-19-Virus kommt, es sich bei einer Infektion also um eine allgemeine Gefahr handelt, steht – so das SG Konstanz in einer aktuellen Entscheidung – einer Anerkennung als Arbeitsunfall nicht entgegen. Die vom Robert-Koch-Institut entwickelten Maßstäbe zur Bestimmung enger Kontaktpersonen können danach jedoch nicht unmittelbar für die Beurteilung herangezogen werden, ob eine Infektion durch Kontaktpersonen am Arbeitsplatz erfolgt ist. Die Unfallkausalität sei, so das Gericht, nicht nachgewiesen, wenn neben Kontakten am Arbeitsplatz in vergleichbarem Umfang Infektionsmöglichkeiten im privaten, nicht versicherten Bereich bestanden.


junge Frau arbeitet an Arbeitsplatz
junge Frau arbeitet an Arbeitsplatz
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Infektionsschutzrechtliches Betretungs- und Tätigkeitsverbot für ungeimpfte Sekretärin

Das Ge­sund­heits­amt der Stadt Gel­sen­kir­chen durf­te einer nicht gegen das Co­ro­na­vi­rus ge­impf­ten An­trag­stel­le­rin un­ter­sa­gen, das Kran­ken­haus, in dem sie als Se­kre­tä­rin ar­bei­tet, zu be­tre­ten oder dort tätig zu wer­den. Das hat jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len ent­schie­den.





Elektrisches Auto wird an Ladestation geladen
Elektrisches Auto wird an Ladestation geladen
Gefahren des E-Zeitalters

Arbeitsschutz in der Elektroauto-Produktion

Experten streiten noch darüber, ob die Gefahren von Elektroautos für Beschäftigte in der Fahrzeugproduktion größer sind als bei Verbrennerfahrzeugen oder nicht. Sicher ist, dass bei Fertigung und Montage von Elektroautos aufgrund neuer Gefährdungsarten auch neue Qualifizierungen und Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig sind. Im Folgenden werden die wichtigsten Gefährdungen, Qualifikationen und Schutzkonzepte beim Arbeitsschutz in der Elektroauto-Produktion vorgestellt.





PSA-Kombi
PSA-Kombi
Persönliche Schutzausrüstung

PSA-Kombinationen: Risiken von Wechselwirkungen unbedingt beachten

Bei vielen Tätigkeiten müssen von Beschäftigten gleichzeitig verschiedene Arten von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) getragen werden, da am Arbeitsplatz Schutz gegen mehrere Gefährdungen notwendig ist. Welche Faktoren hat der Arbeitgeber zu berücksichtigen, um im Rahmen einer PSA-Kombination seinen Beschäftigten optimalen Schutz zu bieten? Welche Faktoren müssen bei einer Kompatibilitätsprüfung beachtet werden?



Arztgespräch2
Arztgespräch2

Eignungsuntersuchungen in der Arbeitsmedizin

Die Prüfung der gesundheitlichen Eignung für sogenannte „gefahrgeneigte Tätigkeiten” ist seit Inkrafttreten der ArbMedVV ein Diskussionsthema in vielen Unternehmen. Es gibt dazu zahlreiche Meinungen, aber oft wenig Klarheit. In diesem Top-Thema werden die verschiedenen und oft verwirrenden Aspekte von Eignungsuntersuchungen im betrieblichen Kontext beschrieben.


paar streit
paar streit
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Schädigung durch die eifersüchtige Ehefrau eines Arbeitskollegen ist kein Arbeitsunfall

Ein vorsätzlicher Angriff auf einen Arbeitnehmer kann einen Arbeitsunfall begründen, wenn der Angriff während der Ausübung einer versicherten Tätigkeit auf der Betriebsstätte oder auf einem versicherten Weg erfolgt. Eine Anerkennung als Arbeitsunfall scheidet nach einem Urteil des BSG jedoch aus, wenn der Angriff aufgrund einer persönlichen Feindschaft erfolgt und keine der versicherten Tätigkeit zuzurechnenden Verhältnisse (z.B. Dunkelheit, Dämmerung, einsam gelegener Tatort, örtliche Gegebenheiten) den Überfall wesentlich begünstigt haben.


Frau am Arbeitsplatz lässt Kopf in Hände sinken
Frau am Arbeitsplatz lässt Kopf in Hände sinken
Psychische Belastungen

Burnout-Vorsorge: Das psychische „Ausbrennen“ verhindern

Unter dem Begriff Burnout wird das Ergebnis unterschiedlichster psychischer Belastungen von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz verstanden. Mit der Novellierung des Arbeitsschutzgesetzes 2013 ist der Arbeitgeber zur Prävention von psychischen Gefährdungen aller Art verpflichtet. Welche Instrumente stehen ihm dabei zur Verfügung? Und welche Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer, psychischen Belastungen im Betrieb vorzubeugen oder sie zumindest zu bekämpfen?


Neues Dokument
Neues Dokument
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

2G-Plus und negativer Test für Teilnahme an Sommerfest

Eine Kli­nik darf die Teil­nah­me an ihrem Som­mer­fest von der 2G-Plus-Re­ge­lung und der Vor­la­ge eines ne­ga­ti­ven Tests ab­hän­gig ma­chen. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg ent­schie­den und den Eil­an­trag eines Ar­beit­neh­mers auf Teil­nah­me an der Feier ohne Ein­hal­tung die­ser Re­geln ab­ge­lehnt.