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Tag der biologischen Vielfalt: Was Unternehmen zum Schutz der Artenvielfalt tun können


Artenvielfalt_Raupe auf Kinderhand

Jedes Jahr am 22. Mai erinnert der Internationale Tag der biologischen Vielfalt daran, wie eng Wirtschaft und Natur zusammenhängen. Was der Tag bedeutet, welche Gesetze Unternehmen betreffen und was Nachhaltigkeitsverantwortliche konkret tun können: eine Übersicht.

Ohne Bestäuber keine Ernte. Ohne intakte Böden keine Rohstoffe. Ohne gesunde Ökosysteme keine verlässlichen Lieferketten. Was abstrakt klingt, ist für viele Unternehmen längst betriebswirtschaftliche Realität.

Der 22. Mai ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt – eingeführt 2001 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an die Verabschiedung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) im Jahr 1992. Das Motto 2026: Lokales Handeln für globale Wirkung.

Die Zahlen sind ernüchternd: Schätzungsweise 150 Arten sterben täglich aus. Laut WWF sind die Bestände beobachteter Wildtierarten seit 1970 im Schnitt um 69 Prozent zurückgegangen. Und in Deutschland gelten 33 Prozent der Wirbeltiere als bedroht. Kein Randthema mehr, das nach hinten rutscht – sondern eines, das Nachhaltigkeitsverantwortliche aktiv angehen müssen.

Was Unternehmen tun können – und müssen

Die regulatorischen Anforderungen rund um Biodiversität wachsen: ESRS E4 verpflichtet berichtspflichtige Unternehmen zur Offenlegung ihrer Auswirkungen auf biologische Vielfalt und Ökosysteme. Die TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures) liefert den Rahmen für die Analyse naturbezogener Risiken und Abhängigkeiten. Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) macht Lieferketten für sieben kritische Rohstoffe nachvollziehbar. Und das Nature Restoration Law setzt Ziele zur Wiederherstellung geschädigter Lebensräume bis 2030.

Wer das Thema strukturiert angehen will, findet hier eine wachsende Sammlung an Hintergrundartikeln, Praxisbeispielen und regulatorischen Einordnungen.

Eine Auswahl:

Grundlagen & Unternehmensrelevanz

Regulatorik & Berichtspflichten

Praxis & Umsetzung

Menschen und Perspektiven

  • Interview: Philippe Diaz zur Biodiversitätsberichterstattung: Warum ESRS E4 zu kurz greift, was Regenwürmer mit guten Biodiversitätsmetriken zu tun haben – und was Europa von den Niederlanden und Frankreich lernen kann.
  • Treiber des Wandels: Dr. Myriam Rapior: Sie arbeitet an der Schnittstelle von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Unternehmen – mit dem klaren Fokus: Biodiversität als Grundlage gesellschaftlicher Stabilität in Entscheidungsstrukturen verankern.
  • Treiber des Wandels: Dr. Daniel Dahm: Regeneratives Wirtschaften nicht als Trend, sondern als Haltung: Der Nachhaltigkeitswissenschaftler denkt Naturkapital und Unternehmensverantwortung zusammen.
  • Interview: Daniela Büchel – Nachhaltigkeit ist keine Nische mehr, aber der Rückzug droht: Die REWE-Managerin über Konsumverantwortung ohne Bevormundung, Biodiversität in der Beschaffung – und welche mutigen Schritte sie in den nächsten drei Jahren plant.

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