Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / 14. Garagen
 

Rz. 88

Stand: EL 117 – ET: 04/2019

Zahlungen, die der ArbG an seinen ArbN dafür leistet, dass dieser den Firmenwagen in einer Garage unterstellt, unterliegen nicht dem LSt-Abzug (vgl bereits > Rz 6). Es werden zwei Fälle unterschieden (vgl OFD Frankfurt/M vom 18.03.2003, DB 2003, 853 = DStZ 2003, 472):

Stellt der ArbN das Kfz in einer von ihm selbst angemieteten Garage unter, ist der vom ArbG erstattete Betrag der Garagenmiete für den ArbN steuerfrei nach § 3 Nr 50 EStG (> Auslagenersatz Rz 2; uE zu Recht kritisch MIT, DStR 2002, 1944).
Dies gilt nicht, wenn ArbG und ArbN über die Garage ein eigenständiges Untermietverhältnis begründen. In diesem Fall führen die Leistungen beim ArbN zu Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, von denen die auf die Garage entfallenden Aufwendungen wie eigene Miete und Unterhaltskosten abgezogen werden dürfen. Zur Angemessenheit der Mietkosten für eine Garage vgl EFG 2008, 364.

Aufwendungen für Garagen-/Stellplatzmiete zählen ebenso wie Aufwendungen für Anwohnerparkberechtigungen zu den Gesamtkosten (> Rz 39) eines Kfz, nicht aber Parkgebühren (vgl BMF vom 04.04.2018, Rz 29f, BStBl 2018 I, 592). Ergänzend > Rz 29.

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