Schneller und günstiger gebaut werden soll künftig in Hessen: Mit den Stimmen von CDU, Grünen und FDP hat der Landtag die neue Bauordnung verabschiedet.

Mit der reformierten Bauordnung soll nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auch die Barrierefreiheit gestärkt werden. Damit aus leerstehenden Büros leichter Wohnungen werden können, wird eine Rückkehr zur früheren Nutzung innerhalb von zehn Jahren leichter. Auch beim Einsatz von Holz wurden die Hürden gesenkt.

Zudem wird in der neuen Bauordnung die Pflicht zur Montage von Rauchwarnmeldern, die in Hessen bisher nur in Wohnungen gilt, auf andere Nutzungseinheiten, in denen Menschen bestimmungsgemäß schlafen, ausgedehnt. Dies umfasst beispielsweise Hotelzimmer, Schlafräume in Flüchtlingsunterkünften und Kindertagesstätten. Solche Räume müssen bis zum 1.1.2020 mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden.

Damit schneller zusätzlicher Wohnraum entstehen kann, wurden unter anderem die Form- und Verfahrensvorschriften geändert. So kann künftig etwa auf die zwingende Papierform der Baugenehmigung verzichtet werden.

Die Länderinitiative "Impulse für den Wohnungsbau – Hessen" hatte vor Kurzem bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau und ein stärkeres Engagement von Land und Kommunen gefordert. Außerdem hat im Vorfeld der hessischen Landtagswahlen am 28.10.2018 der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft ein eigenständiges Bau- und Infrastrukturministerium für das Land verlangt.

>> Gesetzentwurf Bauordnung Hessen

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Schlagworte zum Thema:  Baugewerbe, Reform