Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen im Online-Check
Wie schnell sich eine Solaranlage auf dem Dach oder ein Balkonkraftwerk amortisieren, hängt von vielen Faktoren ab: Von der Ausrichtung bis zum eigenen Strombedarf. Online-Tools können Eigentümern und Mietern helfen, die Wirtschaftlichkeit zu berechnen, also wie viel Strom und Geld gespart werden kann.
Photovoltaik-Check: Ertrag und Kosten prüfen
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat mit dem Photovoltaik-Check typische Anlagenmodelle durchgerechnet – und kommt zu dem Ergebnis, dass sich Solarstrom sogar Gewinne bringen kann. Selbst größere Anlagen mit Batteriespeicher amortisieren sich demnach in vielen Fällen innerhalb von 15 Jahren und bringen über 20 Jahre hinweg finanzielle Vorteile.
Beispielrechnungen:
- Eine Photovoltaikanlage mit zwölf Kilowatt Peak (kWp) mit Speicher spart in 20 Jahren 6.800 Euro – und macht gleichzeitig unabhängiger vom Strommarkt.
- Eine 4,5-kWp-Anlage bringt sogar 8.000 Euro Gewinn – bei geringeren Investitionskosten.
- Bei einem hohen Stromverbrauch, zum Beispiel durch eine Wärmepumpe, rechnet sich die Anlage mit Speicher besonders – mit einem Kostenvorteil von mehr als 26.000 Euro in 20 Jahren.
Mit dem Tool, das die Wirtschaftlichkeit von geplanten Solaranlagen berechnet, können Hauseigentümer interaktiv prüfen, ob sich eine Photovoltaikanlage lohnt, welche Anlagengröße sinnvoll ist und ob es Zuschüsse und Förderungen gibt.
Für Mieter: Wirtschaftlichkeit von Balkonkraftwerken prüfen
Der Photovoltaik-Check berechnet auch die Wirtschaftlichkeit von Balkonkraftwerken. Damit ist das Tool auch für Mieter hilfreich.
Photovoltaik-Check: Kosten & Erträge berechnen
Stecker-Solar-Simulator: Rechnet sich das Balkonkraftwerk?
Der Stecker-Solar-Simulator, der Balkonkraftwerke im Fokus hat, wurde von der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der HTW – Hochschule für Technik und Wirtschaft – Berlin entwickelt und vom Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF) gefördert. Bei der Berechnung werden der Stromverbrauch pro Jahr, der Strompreis, die Batteriekapazität und der Preis für Balkonkraftwerk und Solarspeicher einbezogen.
Der Rechner hilft, die Eigenversorgung durch Steckersolargeräte und kleine Batteriesysteme abzuschätzen. Für zwei Systemgrößen können der Selbstversorgungsanteil, der solare Nutzungsgrad und die jährlich vermiedenen CO2-Emissionen verglichen werden. Der Simulator berechnet unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort die Stromgestehungskosten des Solarstroms und die Amortisationszeit. Auch die Investitionskosten können abgeschätzt werden.
Online-Rechner: Stecker-Solar-Simulator
Solaratlas: Strom vom eigenen Dach – hier ist Ertrag drin
Der Solaratlas des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt interaktiv den errechneten Ertrag, den eine Dachfläche mit installierter Photovoltaikanlage Eigentümern von Wohnungen und Häusern liefern kann. Das Ergebnis lässt sich in verschiedenen Ansichten anzeigen: Von Bundesland über Landkreis und Stadt und Gemeinde bis hin zu einzelnen Gebäuden.
Das eigene Gebäude muss wegen des Datenschutzes selbst aus der Gemeindekarte herausgesucht werden. Der mögliche Ertrag einer Solaranlage wird in einer Farbskala abgebildet – von violett (niedriger Ertrag) bis hellorange (hoher Ertrag). Das Potenzial wird in Megawattstunden pro Jahr angegeben.
Datenbasis für die Prognosen für bundesweit rund 20 Millionen Gebäude sind Luftbilder und Geobasisdaten, zusammengestellt mithilfe von maschinellem Lernen. Bewertet werden unter anderem Sonnenstunden, Strahlungsintensität, Ausrichtung der Dachflächen und Verschattung durch andere Gebäude oder Bäume.
Der DLR-Solaratlas bildet nach Angaben der Ersteller die Lage im ganzen Land ab und liefert mehr und genauere Angaben als die bestehenden Solarkataster der Bundesländer, Landkreise oder Gemeinden.
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