Boom bei Fertighäusern

Jedes vierte Eigenheim kommt aus der Fabrik

Jedes vierte neu genehmigte Eigenheim in Deutschland ist ein Fertighaus. Der Marktanteil kletterte im ersten Halbjahr 2026 auf 26,7 Prozent. Baden-Württemberg führt mit einer Quote von 44,7 Prozent.

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Mehr als ein Viertel der zuletzt genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland ist ein vorgefertigtes Haus. Von den 27.838 Baugenehmigungen für neue Eigenheime im ersten Halbjahr 2026 waren 7.432 Fertighäuser.

Damit ist der Marktanteil der Fertigbauweise an allen neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern innerhalb eines Jahres von 26,2 Prozent auf 26,7 Prozent gestiegen. Das teilt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) auf Basis von aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) mit.

Fertigbau wird wettbewerbsfähig

"Die Zahlen sprechen für die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit des Fertigbaus", so BDF-Geschäftsführer Achim Hannott, "auch in den großen Wohnungsmärkten der dicht besiedelten Metropolen." Gebäude in serieller Bauweise würden nicht nur im ländlichen Raum beliebter, sondern auch in vielen Städten, darunter Augsburg, Hannover, Köln und Berlin.

Der Statistik zufolge hat der Fertigbau im ersten Halbjahr 2026 mit einem Plus von 16,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 stärker zugelegt als die Baugenehmigungen insgesamt (14,5 Prozent).

Wo die meisten Fertighäuser entstehen

Häuser in Fertigbauweise, bei denen vorgefertigte geschosshohe und raumbreite Bauteile in wenigen Tagen auf der Baustelle zusammengesetzt werden, sind besonders im Südwesten populär, so der Verband. 

Den höchsten Anteil an den Genehmigungen hatte Baden-Württemberg (44,7 Prozent), gefolgt von Hessen (33 Prozent) und Rheinland-Pfalz mit knapp 28 Prozent. Bayern liegt mit 2.020 neu genehmigten Fertighäusern bei den absoluten Zahlen an der Spitze.

Im Jahr 2025 erreichte der Fertigbau in 259 von 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten mehr als 20 Prozent Anteil an den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Von den 64 Kreisen, die eine Fertigbauquote von mehr als 40 Prozent erreichten, befanden sich ebenfalls rund drei Viertel in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen.

Fertigbau kommt schneller aus der Krise

Gegenüber Jahren der Baukrise hatte der Holzfertigbau bereits 2025 deutlich zugelegt. Der Anteil unter den neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern stieg laut BDF auf ein Allzeithoch von 26,5 Prozent.

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr 13.473 Fertighäuser neu genehmigt, 2024 waren es noch 11.543. 2024 lag der Anteil bei 26,1 Prozent, 2019 hatte er erstmals die 20-Prozent-Hürde überschritten. Im Vergleich zu anderen Häusern sind Fertighäuser aus Holz oft günstiger und die Bauzeit ist kürzer. Wenn es um kosten- und ressourcenoptimiertes Bauen gehe, gewinne der Fertigbau weiter an Bedeutung, so BDF-Präsident Mathias Schäfer.

Die Anbieter im Fertigbau hatten in den vergangenen Jahren mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die gesamte Bauwirtschaft – gestiegenen Zinsen und höheren Kosten für Materialien und Energie.

 

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Schlagworte zum Thema:  Modulbau , Wohnungsbau , Immobilienpreis
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