Generation Z sucht Wohnung: Was Makler wissen müssen
Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der 16- bis 23-Jährigen ("Generation Z" oder "GenZ" genannt) in Deutschland lebt aktuell noch im Elternhaus, bei den 24- bis 29-Jährigen sind es 41 Prozent. 18 Prozent aller 16- bis 29-Jährigen suchen derzeit nach einer anderen Unterkunft, elf Prozent leben in einer Wohngemeinschaft – weitere sechs Prozent in einem Internat, Studentenwohnheim oder ähnlichem.
Der Anteil der noch "zu Hause" lebenden jungen Menschen ist mit Blick auf die Bundesländer in Rheinland-Pfalz (65 Prozent), Niedersachsen (60 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (58 Prozent) am höchsten.
Das sind Ergebnisse einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Online-Portals Kleinanzeigen.
Wohnungssuche: Herausforderung für die Generation Z
Die Wohnungssuche ist eine Herausforderung für die Generation Z – unabhängig von der Größe des Ortes. Sieben von zehn (69 Prozent) der jungen Leute schätzen die Suche als schwierig ein, 45 Prozent als "eher schwer" und 24 Prozent als "sehr schwer". Nur jeder Vierte gibt in der Umfrage an, keine Probleme zu haben: 19 Prozent finden die Suche "eher leicht" und vier Prozent sogar "sehr leicht".
Vor allem in Schleswig-Holstein (85 Prozent), Nordrhein-Westfalen (83 Prozent) und Rheinland-Pfalz (83 Prozent) bemängeln jüngere Leute Probleme, eine geeignete Unterkunft zu finden. In Sachsen-Anhalt (40 Prozent) und Niedersachsen (31 Prozent) hingegen nannten viele Befragte die Wohnungssuche als "eher leicht" oder "sehr leicht".
Zwei Zimmer, Küche, Bad: Die GenZ ist bescheiden
Bei der Wohnungsgröße zeigt sich die Generation Z in der Umfrage bescheiden: Vier von zehn der 16- bis 23-Jährigen (43 Prozent) wünschen sich eine Zwei-Zimmer-Wohnung, bei den 24- bis 29-Jährigen sind es ähnlich viele (38 Prozent). Jeder Dritte (33 Prozent) der 24- bis 29-Jährigen hätte gerne eine Drei-Zimmer-Wohnung, bei den 16- bis 23-Jährigen sind es nur 23 Prozent. Mit einer Ein-Zimmer-Wohnung würden sich aber nur knapp 15 Prozent begnügen.
Bei der Wahl der Mitbewohner kann sich knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten vorstellen, mit dem Partner oder der Partnerin zusammenzuleben. Unter den 24- bis 29-Jährigen gibt das auch jeder zweite Befragte an. Im Vergleich dazu würden drei von zehn (30 Prozent) der 16- bis 23- Jährigen lieber alleine wohnen. Insgesamt 16 Prozent der Altersgruppe ziehen eine Wohngemeinschaft vor. Für acht Prozent ist ein tierischer Mitbewohner lieber als ein Mensch auf der Couch.
Traum vom Wohneigentum: Die Stadt ist Favorit
Knapp jeder zweite (46 Prozent) Umfrageteilnehmer zwischen 16 und 29 Jahren kann sich grundsätzlich vorstellen, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, weitere elf Prozent suchen bereits konkret nach einem Kaufobjekt. Mehr als jeder zehnte (13 Prozent) der Befragten gab an, dass eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus nicht zur aktuellen Lebenssituation passe. 16 Prozent schätzen einen Immobilienkauf als zu kostenintensiv ein. Das ist vor allem in Brandenburg der Fall: 50 Prozent der Märker geben an, dass sie sich perspektivisch wohl keine eigene Immobilie leisten können.
Bei mehr als der Hälfte (58 Prozent) der Befragten, die aktuell noch bei den Eltern wohnen, steht die Idee von einer eigenen Immobilie hoch im Kurs. Mit 34 Prozent ist die Großstadt bei der Generation Z der eindeutige Favorit, wenn es um die Wohnlage geht. Dicht gefolgt von der Kleinstadt (30 Prozent). Auf dem Dorf wollen nur 13 Prozent der unter 30-Jährigen wohnen. Immerhin elf Prozent wünschen sich einen Wohnort in einer noch abgeschiedeneren Gegend.
Online-Portale sind die bevorzugte Suchadresse
Die Oberhand bei der Immobiliensuche hat der Umfrage zufolge das Internet: Zirka jeder Zweite (45 Prozent) gab an, für die Suche große Online-Portale zu nutzen. Rund ein Drittel (39 Prozent) greift auf die Vermittlung über Freunde und Bekannte zurück. Zeitungen oder Zeitschriften verwenden dagegen nur noch 16 Prozent der GenZ für die Wohnungssuche.
An der Umfrage haben zwischen dem 27. August und dem 1. September 528 Personen in Deutschland zwischen 16 und 29 Jahren teilgenommen.
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