Weltwirtschaftsforum Davos

Chefbanker: Folgen für EZB-Zinspolitik durch US-Zölle


Chefbanker: Folgen für EZB-Zinspolitik durch US-Zölle

Neue US-Zölle könnten Auswirkungen auf künftige Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. Das sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zollverhandlungen werden laut Bundesbankpräsident Joachim Nagel, der auch Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, einige Auswirkungen auf die Geldpolitik der Notenbank haben.

Zwar seien mögliche Folgen neuer US-Zölle auf die Preisstabilität "ziemlich unklar", sagte er am 21.1.2026 beim Weltwirtschaftsforums in Davos dem US-Fernsehsender CNBC, mehr Sorge würden allerdings Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum bereiten.

US-Zölle belasten konjunkturelle Entwicklung

US-Präsident Donald Trump hatte im Streit um Grönland mit neuen Zöllen gegen acht europäische Länder gedroht, darunter auch Deutschland. Daraufhin hat die Europäische Union die Bereitschaft zu Gegenmaßnahmen deutlich gemacht.

Der Bundesbankpräsident erklärte in dem CNBC-Fernsehinterview, dass die aktuellen Zölle die konjunkturelle Entwicklung bereits belasten. "Wenn jetzt noch etwas hinzukommt, wird es mit Sicherheit negative Auswirkungen geben", sagte Nagel.

Die EZB hatte die Leitzinsen bei der Sitzung im Dezember 2025 unverändert belassen. Zuletzt hatte sie im Juni des vergangenen Jahres die Leitzinsen gesenkt. Derzeit erwarten die Finanzmärkte für dieses Jahr keine Zinssenkungen. Zuletzt hatte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane erklärt, dass er mit dem aktuellen Zinsniveau zufrieden sei. Die nächste Sitzung der EZB findet am 5.2.2026 statt.


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Schlagworte zum Thema:  Zinsen , Zinssatz , Immobilienmarkt
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