31.03.2015 | immowelt.de

80 Prozent der Makler rechnen trotz Mietpreisbremse mit steigenden Preisen

immowelt.de: Mieten steigen trotz Mietpreisbremse
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80 Prozent der Makler glauben nicht, dass steigende Mieten durch die Mietpreisbremse verhindert werden können. Sie sehen das Problem in der regionalen Wohnungsknappheit. Das zeigt eine Umfrage des Online-Portals immowelt.de. 79 Prozent der Immobilienprofis lehnen die Mietpreisbremse ab. Jeder zweite Makler hat bereits festgestellt, dass Vermieter die Mieten vorsorglich erhöht haben.

Mit der beschlossenen Mietpreisbremse will die Bundesregierung dem Anstieg der Mieten in Ballungsgebieten entgegenwirken. Das Gesetz sieht einige Einschränkungen vor: Die Mietpreisbremse gilt nur für Mietverträge, die neu abgeschlossen werden.

Neu gebaute Wohnungen, die nach dem 1.10.2014 fertiggestellt wurden, sind ebenso ausgeschlossen wie aufwändig modernisierte Wohnungen. Die Renovierungskosten müssen in so einem Fall etwa ein Drittel der Kosten für einen vergleichbaren Neubau betragen.

Deshalb halten auch nur sechs Prozent der Makler die Mietpreisbremse für ein wirksames Instrument gegen steigende Mieten. Knapp die Hälfte (49 Prozent) ist davon überzeugt, dass es viele Schlupflöcher gibt, um doch höhere Mieten durchzusetzen.

Gleichzeitig glauben 78 Prozent der Makler, dass die Mietpreisbremse zu Renovierungsstaus führen könnte. Kleinere Renovierungen würden immer seltener durchgeführt, weil sich diese für den Vermieter nicht mehr rentierten. Vielmehr würden Vermieter in Zukunft häufiger generalsanieren, um die Wohnung anschließend losgelöst von der Mietpreisbremse vermieten zu können (59 Prozent).

Eine weitere Befürchtung hat sich offensichtlich bereits bewahrheitet: 53 Prozent der Makler gaben an, dass Vermieter bei Neuvermietungen schon vor Beschluss der Mietpreisbremse die Mieten erhöht hätten. Nur ein Drittel konnte bislang keine Mietpreiserhöhung feststellen.

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