Frühjahrsmüdigkeit am Arbeitsplatz: Mit gezielten BGM-Maßnahmen fit und leistungsfähig bleiben
Ursachen und Auswirkungen
Hinter der Frühjahrsmüdigkeit verbirgt sich eine körperliche Reaktion auf jahreszeitliche Veränderungen, auch als saisonale depressive Störungen (seasonal affektive disorder: SAD) bekannt. Diese Verstimmung lässt sich auch als ein Nachklingen des allgemein bekannten „Winter Blues“ vermuten. Der Hormonhaushalt passt sich an: Im Winter ist die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin erhöht, während im Frühjahr die Ausschüttung von Serotonin, dem „Glückshormon“, angekurbelt wird. Diese Umstellung benötigt Zeit und kann kurzfristig zu Erschöpfung führen.
Im Arbeitsalltag äußert sich die Frühjahrsmüdigkeit typischerweise durch Konzentrationsprobleme und Motivationstiefs, wodurch sich oft automatisch verminderte Produktivität einstellt. An diesem Punkt sollten Unternehmen gezielte Maßnahmen ergreifen, um ihre Beschäftigten zu unterstützen.
BGM-Maßnahmen als Treiber zu neuer Energie
BGM zeichnet sich als wertvolle Möglichkeit für Beschäftigte ab, die biologischen Umstellungsprozesse des Körpers besser zu verkraften und das eigene Energielevel zu steigern. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:
Bewegung im Arbeitsalltag
Um den Kreislauf in Schwung zu bringen und damit auch die Durchblutung sowie den Sauerstofftransport im Körper, ist regelmäßige Bewegung förderlich. Unternehmen können mithilfe von bewegten Pausen, ergonomischen Arbeitsplätzen und Firmenfitness, Angebote schaffen, um Beschäftigten aus der Frühjahrsmüdigkeit zu „wecken“.
Tageslicht und frische Luft
Studien belegen, dass Tageslicht essenziell für die Hormonregulierung und somit auch für die persönliche Stimmung ist. Beschäftigte sollten dahingehend sensibilisiert werden, ihre Pausen ab und an im Freien zu verbringen und Unternehmen können dafür sorgen, die Arbeitsplätze mit natürlichem Licht auszustatten.
Gesunde Ernährung
Das Thema Ernährung und gesunde Lebensweise gehören eng zusammen. Auch im Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit leistet die Ernährung einen wertvollen Beitrag. Hierbei sollte besonders auf eine ausgewogene vitaminreiche Kost geachtet werden, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Durch gesunde abwechslungsreiche Kantinenangebote, Obstkörbe und Ernährungsworkshops können Beschäftigte profitieren.
Erholung und Schlaf
Betriebliche Angebote wie Workshops zu Entspannungstechniken, Achtsamkeitsübungen und Schlafhygiene sowie flexible Arbeitszeiten erweisen sich im Hinblick auf die Frühjahrsmüdigkeit ebenfalls als sinnvoll, da diese mit Schlafproblemen einhergehen kann – wozu auch die Zeitumstellung beiträgt.
Fazit
Die Frühjahrsmüdigkeit gilt als natürliches Phänomen und damit als wenig besorgniserregend für die allgemeine Gesundheit. Unternehmen, die auf Bewegung und Ernährung setzen, stärken nicht nur die Produktivität ihrer Beschäftigten in saisonalen Phasen, sondern ebenso deren langfristige Gesundheit und Motivation. Ein aktives BGM kann dabei helfen, Beschäftigte fit durch den Frühling zu bringen.
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