Die Diskussion um die Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft und dem Facility Management ist geprägt von Technologiedemonstrationen, Disruptionspotenzialen und -ängsten. Über die Möglichkeiten der Digitalisierung im Facility Management informierten zwei Experten der Beratungsgesellschaft Deloitte.

"Für eine flächendeckende Digitalisierung und Automatisierung des Facility Management und der damit verbundenen Dienstleistungen fehlen etablierte Daten- und Prozessstandards sowie oftmals die Bereitschaft, in Sekundärprozesse zu investieren", erläuterte Vanessa Platner, Consultant bei Deloitte.

Mangelnde Investitionsbereitschaft in das Facility Management wirke sich allerdings negativ auf die Innovationskraft der Unternehmen aus. Von Beratern und Dienstleistern erwarteten Auftraggeber, dass diese über neue Technologien informiert seien, diese auf einen Mehrwert überprüft hätten und proaktive Vorschläge machten. Gerade das Facility Management sei ein individueller und daher komplexer Prozess, in dem aktuell nur wenige und isolierte Standards etabliert seien.

"Nutzer erwarten von FM-Dienstleistern eine Ausrichtung an ihren Bedürfnissen. Strategie, Technologie und die konkrete Umsetzung des Work & Place-Ansatzes müssen individuell auf den Nutzer abgestimmt werden", ergänzte Lars Hennenberg, ebenfalls Consultant bei Deloitte. Ziel des Digitalisierungseinsatzes im FM-Bereich sei die Optimierung der Realisierungs- und Betriebsphasen der Gebäude durch eine intelligente Kombination und Interpretation der Systeme. Der Einsatz von Big Data ermögliche dabei die Erarbeitung intelligenter Service-Szenarien.

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