28.12.2016 | Scout24

Smart Home: Jeder Vierte fürchtet Hackerangriffe aufs eigene Heim

Smart Home: Hohe Kosten und die Angst vor Hackerangriffen halten noch viele Deutsche ab, neue Technologien in ihrem Heim einzusetzen
Bild: MEV-Verlag, Germany

Grundsätzlich sind die Deutschen interessiert an Smart-Home-Technologien. Das zeigt eine aktuelle Studie von Scout24. Die Heizung mit dem Smartphone zu steuern wünschen sich etwa 74 Prozent der Befragten. Acht von zehn wollen über Smart Home-Entwicklungen zumindest mehr erfahren. Und doch herrscht noch viel Skepsis: So sieht jeder vierte Deutsche in Hackerangriffen einen Hinderungsgrund, Geräte zu Hause mit dem Internet zu verbinden.

Auch vermeintlich hohe Kosten halten laut Scout24 die Deutschen (noch) davon ab, in die neue Technik zu investieren.

Gemäß einer Marktprognose von 2014 des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte im Auftrag der Fokusgruppe Connected Home des IT-Gipfels werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt.

Deutsche wollen Heizung, Licht und Rollläden über App steuern

Nur jeder vierzehnte Deutsche (sieben Prozent) ist laut Scout24 aktuell mit Smart-Home-Technologien vernetzt. Knapp neun von zehn Befragten (87 Prozent), die schon über Smart Home gehört haben, haben darüber nachgedacht oder können sich vorstellen, „smart“ aufzurüsten (absolut: 74 Prozent).

Auch Frauen zeigen sich der Scout24-Studie zufolge für die Technologie offen: 84 Prozent der Frauen, die von Smart Home gehört haben, haben ebenfalls darüber nachgedacht oder können sich vorstellen nachzurüsten (Männer: 90 Prozent). Vor allem Heizung (74 Prozent), Licht (66 Prozent) und Rollläden (53 Prozent), aber auch Überwachungssysteme (47 Prozent) würden die Deutschen gern über Apps steuern oder vernetzen.

Studie: 30 Prozent der Haushalte nutzen Smart-Home-Technologien

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Dr. Grieger & Cie. in Zusammenarbeit mit der SmartHome Initiative Deutschland von Januar nutzen 30 Prozent der befragten deutschen Haushalte Smart-Home-Anwendungen. Rund die Hälfte gab damals an, Interesse an einer Nutzung zu haben  und jeder Fünfte lehnte eine Nutzung komplett ab.

Als Gründe für die Ablehnung waren auch im Januar vorrangig die (vermeintlich) hohen Kosten für Anschaffung, Einbau und Betrieb der Anwendungen und eine Unsicherheit hinsichtlich der Datensicherheit, hier kamen diverse Wohnungsunternehmen wegen einer laxen Handhabung derselben in die Kritik.

Wie aus einer Studie von April der SmartHome Initiative Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen mm1 und dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hervorgeht, wollen 40 Prozent der Wohnungsunternehmen bis 2017 Smart-Home- oder AAL-Technologien in ihren Liegenschaften einsetzen.

Laut Umfrage von Dr. Grieger & Cie. stammen die beliebtesten Anwendungen der deutschen Smart Home-Nutzer derzeit aus den Bereichen Energiemanagement sowie Entertainment & Kommunikation. Einen weiter zunehmenden Trend zu Anwendungen stellte das Hamburger Institut auch im Bereich Sicherheit fest.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Smart Home

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