21.09.2016 | Engel & Völkers Investment

Umfrage: 57 Prozent der Institutionellen wollen Wohninvestments ausweiten

Die meisten Investoren setzen auf Wertsteigerungspotenzial: Die höchsten Mietsteigerungen werden mit 3,4 Prozent in A-Standorten erwartet.
Bild: Tim Reckmann ⁄

57 Prozent der institutionellen Anleger wollen den Wohnimmobilienanteil in den kommenden zwölf bis 18 Monaten erhöhen. Das geht aus einer Umfrage von Reuckerconsult im Auftrag von Engel & Völkers Investment Consulting hervor. Aktuell macht das Segment Wohnen die Hälfte des Immobilienportfolios der professionellen Investoren aus (2015: 41 Prozent). Besonders nachgefragt sind A-Standorte: Hier werden mit 3,4 Prozent pro Jahr die höchsten Mietsteigerungen erwartet.

Rund 68 Prozent der befragten Institutionellen und Family Offices gaben an, sich besonders stark für Objekte in A-Städten und Ballungsregionen zu interessieren. Die Nachfrage nach Investments in C-Städten ist demnach mit sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 23 Prozent) deutlich zurückgegangen.

Wertsteigerungspotenzial auch für B-Standorte erwartet

Bei der Entwicklung der Kaufpreise von Wohnimmobilien rechnen die Experten bei A- und B-Standorten mit großer Mehrheit mit weiter steigenden Preisen (84 und 85 Prozent). Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (A-Standorte: 66 Prozent, B-Standorte: 63 Prozent). Dagegen rechnet eine Mehrheit der Befragten (56 Prozent) in den C-Standorten mit gleichbleibenden bis rückläufigen Kaufpreisen. Aber trotz der steigenden Preise lassen 41 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Investitionsstrategie unverändert. Allerdings rücken für 28 Prozent verstärkt B- und C-Städte in den Fokus.

Sanierter Bestand begehrter als Neubau

Rund 18 Prozent der befragten Investoren wollen künftig in Wohnungen im unteren Preissegment investieren (2015: 14 Prozent), etwa 37 Prozent im mittleren Preissegment (2015: 31 Prozent). Das Interesse an Wohnungen im hohen Preissegment ist mit 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2015: 14 Prozent).

Neben klassischen Wohnimmobilien werden mittlerweile Nischenprodukte wie Pflegeheime oder studentisches Wohnen immer stärker von den Investoren nachgefragt. Gut sanierter Bestand und Bestand mit Investitionsstau sind zudem bei den befragten Experten mit einem Anteil von rund 41 Prozent begehrter als vollvermietete Neubauten (18 Prozent). Hoch im Kurs stehen bei den Anlegern Projektentwicklungen mit einem Anteil von rund 41 Prozent.

Zinsumfeld und Brexit beeinflussen künftige Investitionsentscheidungen

Mehr als die Hälfte der Befragten gibt das aktuelle Zinsumfeld als wichtigsten Faktor für zukünftige Investitionsentscheidungen an. An zweiter Stelle folgen politische Ereignisse, insbesondere der Brexit.

Als größte Risikofaktoren für die Zukunft sehen rund zwei Drittel der Befragten die Marktpreis- und Abwertungsrisiken. Zudem richtet die Mehrheit der Befragten ihre Investments auf bestimmte Zielgruppen wie Familien, Singles, Best Ager oder junge Menschen aus.

Schlagworte zum Thema:  Wohnimmobilien, Investor, Investition

Aktuell

Meistgelesen