Europace Hauspreisindex (EPX)

Werte für Eigenheime drehen deutlich ins Plus


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Eigentumswohnung Neubau Mann Tisch Laptop Aussicht Glasfront

Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen am deutlichsten, der Europace Hauspreisindex (EPX) zeigt aber auch für die anderen Wohnsegmente eine Belebung. Der Kauf im Bestand und von Eigentumswohnungen könnte statt Miete trotzdem lohnen. 

Der Europace Hauspreisindex (EPX) steigt im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,11 Prozent und landet bei einem neuen Gesamtwert von 221,83 Punkten (Basisjahr = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise im Schnitt um 1,48 Prozent gestiegen.

Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind nach einem deutlichen Anstieg im April noch einmal um 0,33 Prozent gestiegen – das ist der stärkste monatliche Zuwachs aller Segmente. Der Index klettert auf 244,56 Punkte (Jahresvergleich: plus 2,16 Prozent).

Preise für Eigentumswohnungen und Bestandshäuser steigen leicht

Die Preise für Eigentumswohnungen steigen im Mai-EPX noch einmal minimal um 0,15 Prozent auf nun 219,63 Punkte. Im Jahresvergleich errechnet sich daraus ein Plus von 1,17 Prozent. Damit bleiben Wohnungen laut Europace ein verlässlicher Stabilitätsanker, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt.

Die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser steigen nach einer Delle im April in der aktuellen Auswertung wieder leicht um 0,12 Prozent und stehen jetzt bei einem Indexwert von 201,29 Punkten. Im Jahresvergleich zeigt sich ein Plus von 1,01 Prozent.

Der Markt zeigt sich damit insgesamt stabil, aber zunehmend uneinheitlich. "Dass wir einen Preisanstieg im Neubau sehen, verwundert angesichts der globalen Lage und steigenden Bauleistungspreisen kaum", sagt Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter. 
 

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Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail

Gesamtindex: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Mai 2026221,83+ 0,11 Prozent+ 1,48 Prozent
April 2026221,58+ 0,42 Prozent+ 1,91 Prozent
März 2026220,65+ 0,28 Prozent+ 1,49 Prozent
Februar 2026220,03- 0,04 Prozent+ 1,54 Prozent
Januar 2026220,11- 0,72 Prozent+ 1,48 Prozent
Dezember 2025220,71- 0,11 Prozent+ 1,90 Prozent
November 2025220,95+ 0,24 Prozent+ 2,40 Prozent
Oktober 2025220,43+ 0,23 Prozent+ 2,50 Prozent
September 2025219,91+ 0,48 Prozent+ 2,65 Prozent
August 2025218,87- 0,09 Prozent+ 2,41 Prozent
Juli 2025219,20+ 0,40 Prozent+ 2,63 Prozent
Juni 2025218,19- 0,18 Prozent + 2,45 Prozent
Mai 2025218,58+ 0,53 Prozent+ 2,83 Prozent

 

Quelle: Europace

Eigentumswohnungen: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Mai 2026219,63+ 0,15 Prozent+ 1,17 Prozent
April 2026219,96+ 0,32 Prozent+ 1,73 Prozent
März 2026219,26+ 0,61 Prozent+ 1,39 Prozent
Februar 2026217,94+ 0,27 Prozent+ 1,07 Prozent
Januar 2026217,35- 0,01 Prozent+ 0,91 Prozent
Dezember 2025217,37- 0,60 Prozent+ 1,50 Prozent
November 2025218,68- 0,24 Prozent+ 2,50 Prozent
Oktober 2025219,21- 0,15 Prozent+ 3,29 Prozent
September 2025219,55+ 0,13 Prozent+ 3,19 Prozent
August 2025219,27+ 0,03 Prozent+ 3,18 Prozent
Juli 2025219,20+ 0,64 Prozent+ 3,24 Prozent
Juni 2025217,80+ 0,33 Prozent+ 3,24 Prozent
Mai 2025217,09+ 0,40 Prozent+ 3,71 Prozent

Quelle: Europace

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: leicht steigend

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Mai 2026244,56+ 0,33 Prozent+ 2,16 Prozent
April 2026243,75+ 0,99 Prozent+ 2,40 Prozent
März 2026241,35- 0,01 Prozent+ 1,26 Prozent
Februar 2026241,37- 0,33 Prozent+ 1,50 Prozent
Januar 2026242,16- 0,46 Prozent+ 2,12 Prozent
Dezember 2025243,27+ 0,42 Prozent+ 2,68 Prozent
November 2025242,25+ 0,79 Prozent+ 2,51 Prozent
Oktober 2025240,35+ 0,64 Prozent+ 2,07 Prozent
September 2025238,83+ 0,63 Prozent+ 2,25 Prozent
August 2025237,34- 0,49 Prozent+ 1,74 Prozent
Juli 2025238,50+ 0,06 Prozent+ 1,81 Prozent
Juni 2025238,36- 0,43 Prozent+ 1,62 Prozent
Mai 2025239,39+ 0,57 Prozent+ 1,93 Prozent

Quelle: Europace

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Mai 2026201,29+ 0,12 Prozent+ 1,01 Prozent
April 2026201,04- 0,15 Prozent+ 1,52 Prozent
März 2026201,35+ 0,29 Prozent+ 1,89 Prozent
Februar 2026200,77- 0,02 Prozent+ 1,80 Prozent
Januar 2026200,82 - 0,33 Prozent+ 1,35 Prozent
Dezember 2025201,48- 0,22 Prozent+ 1,40 Prozent
November 2025201,93+ 0,10 Prozent+ 2,16 Prozent
Oktober 2025201,73+ 0,18 Prozent+ 2,18 Prozent
September 2025201,36+ 0,69 Prozent+ 2,54 Prozent
August 2025199,99+ 0,26 Prozent+ 2,36 Prozent
Juli 2025199,47+ 0,53 Prozent+ 0,53 Prozent
Juni 2025198,41- 0,43 Prozent+ 2,60 Prozent
Mai 2025199,27+ 0,63 Prozent+ 2,96 Prozent

Quelle: Europace

Europace: Mieten im Wohnungsbestand steigen rasant

Die Investition ins Eigenheim sollte laut Münter bei den aktuell rasant steigenden Mieten ins Auge gefasst werden: "Wir sehen im Mai erneut Zuwächse um 0,52 Prozent im Vergleich zum Vormonat April." Bestandsobjekte und Eigentumswohnungen seien derzeit eine Optionen, um langfristig Geld zu sparen, insbesondere in den Metropolregionen.

Europace beobachtet für das erste Quartal 2026 im Jahresvergleich besonders hohe Mietsteigerungen für Wohnungen im Bestand: In Hamburg waren es 7,5 Prozent mehr, in Dresden 6,3 Prozent, in Düsseldorf 6,2 Prozent. Daneben stechen demnach auch Wiesbaden mit 5,8 Prozent und Mannheim mit 5,6 Prozent höheren Mieten als noch 2025 hervor. Münter bezieht sich auf Daten aus den Value Data Insights.

Value-Daten: Handlungsdruck am Mietmarkt

Die aktuelle Marktanalyse der Value AG, die den EPX begleitet, zeigt für Mai 2026 einen stabilen Immobilienmarkt. Ähnlich wie bei den Transaktionsdaten bewegen sich demnach auch die Angebotspreise: Eigentumswohnungen laufen mit plus 0,06 Prozent im Vergleich zum April seitwärts, während Eigenheime mit plus 0,28 Prozent ins Plus drehen.

Der Mietmarkt sticht mit dem kräftigsten Preiswachstum auf Monatssicht um plus 0,52 Prozent hervor. "Wir sehen erwartungsgemäß eine anhaltende Robustheit der Angebotspreise, die den gestiegenen Zinsen erfolgreich trotzen und dem Markt Stabilität verleihen", interpretiert Sebastian Hein, Director der Value AG, die Zahlen. "Dass die Mieten parallel dazu wie erwartet weiter anziehen, verdeutlicht, wo der eigentliche Wachstums- und Handlungsdruck in den kommenden Monaten liegt."

Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.

Europace EPX Hedonic Datenbasis

 

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4 Kommentare
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Andreas Schmid

Wed Jun 10 13:52:39 UTC 2026 Wed Jun 10 13:52:39 UTC 2026

Hallo, ich weiß ja nicht woher Sie Ihre Infos beziehen, vlt. nur aus Immobilienverkaufsanzeigen. Nur leider stimmt das Ganze mit der Realität nicht überein. Das zumindest in unserem Gebiet Oberbayern Landkreis Starnberg und auch Stadt München. Die Anzahl an angebotenen Immobilien steigt, was auf unverkaufte Objekte zurückzuführen ist. Die Preisen steigen nicht, im Gegenteil, sie ermäßigen sich bei den effektiv verkauften Objekten sogar noch im Vergleich zum Vorjahr. Was sollte denn für steigende Preis sorgen, die Wirtschaftslage, die politische Weltlage für Europa/Deutschland mit Konflikten USA/Iran, China/Taiwan und Nordkorea etc. trägt nur zur weiteren Verunsicherung bei. Dazu hat sich bei den Darlehenszinsen nichts verbessert und die Baupreise sind weiterhin immens hoch. Und das ist übrigens nicht nur meine Meinung aus der Praxis, das bestätigen mir auch Kollegen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schmid Immobilien

T

Thomas Bock

Wed Jun 10 08:07:29 UTC 2026 Wed Jun 10 08:07:29 UTC 2026

baupreise können nur durch hochautomatisierte werke mit je ca 50000 we p.a. reduziert werden. solange handwerklich in der fabrik und vor ort ohne bauroboter gebaut wird, werden baupreise wie in der vergangenheit auch in zukunft steigen. lösungen seit 1979 zum erschwinglichen bauen auf ((Link redaktionell entfernt, bitte beachten Sie unsere Netiquette, Haufe Online-Redaktion))

Thu May 14 17:28:48 UTC 2026 Thu May 14 17:28:48 UTC 2026

Haufe Online Redaktion: Dieser Text wurde redaktionell gelöscht.

B

Bernd Michalski

Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026 Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026

mdr am 24.2.2026
TROTZ WOHNUNGSNOT
Bund lässt eigene Immobilien seit Jahren leer stehen


„Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, besonders in Großstädten. Auch der Bund tritt als Vermieter auf und besitzt rund 38.000 Wohnungen. Doch statt mit gutem Beispiel voranzugehen, passiert das Gegenteil: Ausgerechnet der Staat zeigt, wie schlecht man mit dringend benötigtem Wohnraum umgehen kann. 13 Prozent der Wohnungen im Bundesbesitz stehen leer.

Stand Juli 2025 wurden 38.341 Wohnungen vom Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, auch Bundesimmobilien oder BImA genannt, verwaltet. Davon stehen 3.725, also fast jede zehnte Wohnung leer. Hinzu kommen 1.127 nicht "marktaktive" Wohnungen. Das heißt: Sie sind entweder stark sanierungsbedürftig oder sollen verkauft werden. Das macht zusammen 4.852 leere bundeseigene Wohnungen. Das ist eine Quote von 12,65 Prozent.“

Gesamter Artikel:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mietwohnung-immobilien-bund-100.html?xing_share=news