Preise für Eigentumswohnungen steigen wieder
Im Februar 2026 haben die Preise gegenüber Januar nur noch in Teilsegmenten nachgelassen – während sich Eigentumswohnungen um 0,27 Prozent verteuert haben, gingen die Werte im Neubau um 0,33 Prozent zurück. Die Werte bestehender Ein- und Zweifamilienhäuser sind stabil (minus 0,02 Prozent).
Insgesamt sinkt der Europace Hauspreisindex (EPX) gegenüber dem Vormonat um 0,04 Prozent und landet bei einem neuen Gesamtwert von 220,03 Punkten (Basisjahr = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise um 1,45 Prozent gestiegen.
Neue Häuser: Im Jahresvergleich noch im Preisplus
Der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sinkt mit dem Rückgang um 0,33 Prozent im Februar-EPX auf 241,37 Punkte. Im Vergleich zum Februar 2025 stiegen die Preise in diesem Segment um 1,50 Prozent.
Im Bestand zeigen sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit dem marginalen Minus von 0,02 Prozent im Februar stabil: Der Index sinkt auf 200,77 Punkte, im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um 1,80 Prozent.
Die Preisentwicklung in diesem Jahr werde über Angebotsknappheit, Bestandsqualität und Prozessfähigkeit entschieden. Für Verbraucher bedeute das: Wer auf breite Preisrückgänge wartet, dürfte vergeblich warten – "das Umfeld ist fordernd, aber planbarer geworden", erklärt Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand bei Europace. Und: "Das Wachstum entsteht im Bestand, nicht im Neubau."
Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail
Gesamtindex: stabil
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
Februar 2026 | 220,03 | - 0,04 Prozent | + 1,54 Prozent |
Januar 2026 | 220,11 | - 0,72 Prozent | + 1,48 Prozent |
Dezember 2025 | 220,71 | - 0,11 Prozent | + 1,90 Prozent |
November 2025 | 220,95 | + 0,24 Prozent | + 2,40 Prozent |
Oktober 2025 | 220,43 | + 0,23 Prozent | + 2,50 Prozent |
September 2025 | 219,91 | + 0,48 Prozent | + 2,65 Prozent |
August 2025 | 218,87 | - 0,09 Prozent | + 2,41 Prozent |
Juli 2025 | 219,20 | + 0,40 Prozent | + 2,63 Prozent |
Juni 2025 | 218,19 | - 0,18 Prozent | + 2,45 Prozent |
Mai 2025 | 218,58 | + 0,53 Prozent | + 2,83 Prozent |
April 2025 | 217,43 | + 0,01 Prozent | + 2,72 Prozent |
März 2025 | 217,41 | + 0,24 Prozent | + 3,07 Prozent |
Februar 2025 | 216,89 | +/- 0,00 Prozent | + 3,44 Prozent |
Quelle: Europace
Eigentumswohnungen: leicht steigend
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
Februar 2026 | 217,94 | + 0,27 Prozent | + 1,07 Prozent |
Januar 2026 | 217,35 | - 0,01 Prozent | + 0,91 Prozent |
Dezember 2025 | 217,37 | - 0,60 Prozent | + 1,50 Prozent |
November 2025 | 218,68 | - 0,24 Prozent | + 2,50 Prozent |
Oktober 2025 | 219,21 | - 0,15 Prozent | + 3,29 Prozent |
September 2025 | 219,55 | + 0,13 Prozent | + 3,19 Prozent |
August 2025 | 219,27 | + 0,03 Prozent | + 3,18 Prozent |
Juli 2025 | 219,20 | + 0,64 Prozent | + 3,24 Prozent |
Juni 2025 | 217,80 | + 0,33 Prozent | + 3,24 Prozent |
Mai 2025 | 217,09 | + 0,40 Prozent | + 3,71 Prozent |
April 2025 | 216,23 | - 0,01 Prozent | + 4,48 Prozent |
März 2025 | 216,26 | + 0,29 Prozent | + 5,80 Prozent |
Februar 2025 | 215,63 | + 0,11 Prozent | + 6,33 Prozent |
Quelle: Europace
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: leicht fallend
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
Februar 2026 | 241,37 | - 0,33 Prozent | + 1,50 Prozent |
Januar 2026 | 242,16 | - 0,46 Prozent | + 2,12 Prozent |
Dezember 2025 | 243,27 | + 0,42 Prozent | + 2,68 Prozent |
November 2025 | 242,25 | + 0,79 Prozent | + 2,51 Prozent |
Oktober 2025 | 240,35 | + 0,64 Prozent | + 2,07 Prozent |
September 2025 | 238,83 | + 0,63 Prozent | + 2,25 Prozent |
August 2025 | 237,34 | - 0,49 Prozent | + 1,74 Prozent |
Juli 2025 | 238,50 | + 0,06 Prozent | + 1,81 Prozent |
Juni 2025 | 238,36 | - 0,43 Prozent | + 1,62 Prozent |
Mai 2025 | 239,39 | + 0,57 Prozent | + 1,93 Prozent |
April 2025 | 238,35 | - 0,13 Prozent | + 1,17 Prozent |
März 2025 | 238,35 | + 0,23 Prozent | + 0,92 Prozent |
Februar 2025 | 237,81 | + 0,29 Prozent | + 0,97 Prozent |
Quelle: Europace
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
Februar 2026 | 200,77 | - 0,02 Prozent | + 1,80 Prozent |
Januar 2026 | 200,82 | - 0,33 Prozent | + 1,35 Prozent |
Dezember 2025 | 201,48 | - 0,22 Prozent | + 1,40 Prozent |
November 2025 | 201,93 | + 0,10 Prozent | + 2,16 Prozent |
Oktober 2025 | 201,73 | + 0.18 Prozent | + 2,18 Prozent |
September 2025 | 201,36 | + 0,69 Prozent | + 2,54 Prozent |
August 2025 | 199,99 | + 0,26 Prozent | + 2,36 Prozent |
Juli 2025 | 199,47 | + 0,53 Prozent | + 0,53 Prozent |
Juni 2025 | 198,41 | - 0,43 Prozent | + 2,60 Prozent |
Mai 2025 | 199,27 | + 0,63 Prozent | + 2,96 Prozent |
April 2025 | 198,03 | + 0,21 Prozent | + 2,73 Prozent |
März 2025 | 197,61 | + 0,20 Prozent | + 2,79 Prozent |
Februar 2025 | 197,22 | - 0,47 Prozent | + 3,41 Prozent |
Quelle: Europace
Value-Prognose: Mieten steigen weiter
Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen blieben im Februar konstant. Eigenheimpreise gingen im Mittel um 0,5 Prozent zurück. Mieten stiegen um 0,2 Prozent. Das zeigt die aktuelle Marktanalyse der Value AG, die den EPX begleitet.
"Die Entwicklung unterstreicht die unterschiedliche Dynamik von Miet- und Kaufmarkt: Während die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin die Mietpreise stützt, zeigen sich Kaufpreise aktuell stabil bis volatil. Im Eigenheimsegment wird die Preisentwicklung zusätzlich durch die Angebotsstruktur beeinflusst, da der Anteil energetisch sanierungsbedürftiger Immobilien im vergangenen Jahr deutlich zugenommen hat", kommentiert Sebastian Hein, Director bei der Value AG, die aktuellen Marktdaten – "insgesamt erwarten wir weiter eine positive Preisentwicklung für 2026".
Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.
Europace EPX Hedonic Datenbasis
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Bernd Michalski
Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026 Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026
mdr am 24.2.2026
TROTZ WOHNUNGSNOT
Bund lässt eigene Immobilien seit Jahren leer stehen
„Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, besonders in Großstädten. Auch der Bund tritt als Vermieter auf und besitzt rund 38.000 Wohnungen. Doch statt mit gutem Beispiel voranzugehen, passiert das Gegenteil: Ausgerechnet der Staat zeigt, wie schlecht man mit dringend benötigtem Wohnraum umgehen kann. 13 Prozent der Wohnungen im Bundesbesitz stehen leer.
Stand Juli 2025 wurden 38.341 Wohnungen vom Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, auch Bundesimmobilien oder BImA genannt, verwaltet. Davon stehen 3.725, also fast jede zehnte Wohnung leer. Hinzu kommen 1.127 nicht "marktaktive" Wohnungen. Das heißt: Sie sind entweder stark sanierungsbedürftig oder sollen verkauft werden. Das macht zusammen 4.852 leere bundeseigene Wohnungen. Das ist eine Quote von 12,65 Prozent.“
Gesamter Artikel:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mietwohnung-immobilien-bund-100.html?xing_share=news