Die Akademie für Führungskräfte schließt
Die Akademie für Führungskräfte führt im offenen Seminarbereich ab dem 1. Februar 2021 keine Seminare mehr durch. Firmeninterne Personalentwicklungsprojekte, die von diversen Unternehmen gebucht sind, können, falls der Auftraggeber einverstanden ist, von der österreichischen 5P Consulting GmbH mit Standorten in Wien und München, übernommen und mit den bereits eingearbeiteten Akademie-Trainern zu Ende geführt werden.
Folgen der Coronapandemie treffen die Akademie für Führungskräfte
Für die Abwicklung der Akademiegeschäfte und die Entlassung der rund 30 festangestellten Mitarbeiter trägt der bisherige Geschäftsführer Dr. Clemens Rihaczek Sorge. Er erklärte: "Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben uns letztlich so schwer und nachhaltig getroffen, dass unsere Gesellschafter bedauerlicherweise keine positive Prognose für die Fortführung des Geschäfts gesehen und den Entschluss zur Schließung gefasst haben." Insbesondere habe man im Laufe der vergangenen Wochen die Hoffnung verloren, dass innerhalb der nächsten Monate wieder Präsenzseminare durchgeführt werden könnten. Die unklare Dauer des Lockdowns und die nicht vorhersagbare Entwicklung der betrieblichen Weiterbildungsbudgets hätten ein Jahr nach Beginn der Corona-Krise der Akademie die Geschäftsgrundlage entzogen.
Ein herber Verlust für die Weiterbildungsszene: Einer der bedeutendsten Seminaranbieter in Deutschland, @Die_Akademie_de für Führungskräfte, schließt. Die Folgen der #Coronakrise hat den Weiterbildungsanbieter hart getroffen. #Weiterbildung
Click to tweet
Die Akademie ist eine rechtlich selbstständige Tochter der Cognos AG, einem der größten privaten und unabhängigen Bildungsunternehmen in Deutschland. Synergieeffekte mit anderen Cognos-Töchtern soll es durchaus gegeben haben – aber nicht in dem Maße, dass sich daraus in der Krise ein tragfähiges Geschäftsmodell hätte entwickeln lassen.
Kunden warten auf Rückkehr von Präsenzseminaren
Die Kernkompetenz der Akademie lag in der Ausbildung von Führungskräften und insbesondere in der Persönlichkeitsentwicklung. Zwar sei 75 Prozent des Akademieangebots digitalisiert und während des zweiten Lockdowns sehr gut angenommen worden, aber viele Kunden wollen laut Rihaczek inzwischen lieber auf eine – wenn auch ungewisse – Rückkehr zu Normalität warten, weil für eine wirksame Personalentwicklung die Präsenzveranstaltungen das Optimum seien.
Das könnte Sie auch interessieren:
-
Aufhebung des Fernunterrichtsschutzgesetzes vorgesehen
105
-
Business Schools aus Frankreich bleiben vorn
21
-
MBAs zum Schnäppchenpreis
15
-
Warum KI keine Jobs vernichtet – sondern den Wettbewerb um Skills verschärft
14
-
Die besten Business Schools für Master in Management
13
-
Sieben Tipps für den Start in eine Führungsposition
13
-
Investitionen in Weiterbildung nehmen zu, aber verpuffen
12
-
Die verschiedenen Führungsstile im Überblick
11
-
Live-Podcasts von der Zukunft Personal Europe
11
-
Intrinsische Motivation am Arbeitsplatz
10
-
Entwicklungskultur statt Weiterbildung – was Beschäftigte wirklich brauchen
05.10.2026
-
"Lern geschehen!" Summit: Personalentwicklung im Austausch
30.09.2026
-
Podcast Folge 93: Skills schlagen Struktur
29.09.2026
-
Ich, du, wir und die KI
25.09.2026
-
Viel Geld für KI, wenig Vertrauen in Lernsysteme
24.09.2026
-
Wie Bildungsabschlüsse europaweit vergleichbar werden
22.09.2026
-
Live-Podcasts von der Zukunft Personal Europe
17.09.2026
-
Wie KI-Agenten virtuelle Lernwelten verändern
17.09.2026
-
Führung und Moral – ein schwieriges Verhältnis
14.09.2026
-
Wir messen alles – außer Wirkung
09.09.2026