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Die E-Learning-Expertin Gudrun Porath berichtet in ihrer Kolumne regelmäßig Neues rund ums Thema "E-Learning". Bild: Haufe Online Redaktion

Lernen mit mobilen Endgeräten und Apps seien der wichtigste technologische Trend, der das digitale Lernen in den nächsten zehn Jahren präge, so die aktuelle Trendstudie im Auftrag der Learntec. Ohne die Vorstellung des ersten Smartphones vor nunmehr zehn Jahren wäre das nicht möglich gewesen.

Schon zwei Jahre nach der Vorstellung des ersten I-Phone, dem "Schweizer Taschenmesser des digitalen Zeitalters", wie es der Arbeitspsychologe Tim Hagemann nennt, erschien Mobile Learning im "MMB Learning Delphi 2009"  gleich hinter E-Learning 2.0 (ein Begriff, von dem heute keiner mehr spricht) sowie Games und Simulationen auf Platz drei der wichtigsten Trend-Themen.

2010 stellte Apple mit dem iPad den  ersten Tablet-Computer vor und Mobile Learning wurde in diesem wie im folgenden Jahr so stark, dass es im Learning Delphi hieß: "Mobiles Lernen entwickelt sich zur tragenden Säule des E-Learning".

Mobiles Lernen: "Umsatzbringer Nummer eins"

Im Jahr 2012 hatte sich dieser Trend manifestiert und 2015 hieß es schließlich, "Mobiles Lernen wird der Umsatzbringer Nummer eins". Das sieht der Schlussbericht zur aktuellen Trendstudie "Digitale Bildung auf dem Weg ins Jahr 2025", den die Learntec 2017 präsentiert, ebenso, vor allem weil die Geräte von den verschiedensten Herstellern mittlerweile in jedem Haushalt und allen Bevölkerungsschichten wie Altersstufen vertreten sind.

Ohne I-Phone, I-Pad und Co. wäre Mobile Learning nicht möglich gewesen. Dass der Erfolg ein dauerhafter ist, liegt sicherlich auch daran, dass hier ein technisches Gerät mit (sinnvollen) Inhalten verbunden wurde. Technik plus Inhalte gleich Anwendung gleich Erfolg, könnte die Gleichung lauten.

Personalentwickler erwarten Weiterbildung in Eigenregie

Mittlerweile können für HR-Verantwortliche und Trainer die mobilen Lernanwendungen auch mobil verwalten, wie auf der kommenden "Learntec" zu sehen sein wird. Gleichzeitig bedeutet der Trend aber auch, das sich betriebliche Weiterbildung, das Lernen für den Job, immer mehr in die Privatsphäre, in die Freizeit verlagert.

So kommt Mobile Learning einem weiteren Trend entgegen, den eine aktuelle TNS-Infratest-Studie ausgemacht hat. Demnach zählt für viele Personalverantwortliche nicht nur, ob ein Mitarbeiter generell berufliche Qualifizierung vorweisen kann. Wichtig ist den Personalverantwortlichen vielmehr, dass er oder sie sich selbst dafür engagiert und die eigene Weiterbildung in Eigenregie in die Hand nimmt. Schließlich kommen wir und erst recht die nachfolgenden Generationen nicht umhin, unser gesamtes Arbeitsleben über neue Inhalte zu lernen und anzuwenden.

Lernen mit dem Smartphone emanzipiert den Lerner

Mit dem Smartphone ist das möglich. Es hat vor allem dazu beigetragen, den Lerner zu emanzipieren. Was und wie ich lerne, entscheide ich selbst. Lernprogramme in Form von Apps kann sich jeder leisten und die Themenpalette ist nahezu unbegrenzt.

 

Über die Kolumnistin

Gudrun Porath ist freie Journalistin – und beobachtet unter anderem für www.haufe.de/personal und "Wirtschaft + Weiterbildung" die Trends auf dem E-Learning-Markt. Ihre Schwerpunktthemen sind das Lernen mit digitalen und sozialen Medien.

Schlagworte zum Thema:  E-Learning, Personalentwicklung, Weiterbildung, Lernen, Software

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