Digitalpakt Schule: Rheinland-Pfalz fehlt Konzept

Der im Mai in Kraft getretene "DigitalPakt Schule" soll die digitale Ausstattung von Schulen und die Weiterbildung von Lehrern vorantreiben. CDU-Landtagsfraktion und der Lehrerverband VBE bemängeln das Voranschreiten in Rheinland-Pfalz.

Die CDU-Landtagsfraktion und der Lehrerverband VBE vermissen bei der Umsetzung des Digitalpakts für die Schulen ein Konzept der Landesregierung. «Es existiert noch kein Konzept und es ist unnötig viel Zeit ins Land gegangen», kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Beilstein, am Donnerstag in Mainz. Es drohten millionenschwere Fehlinvestitionen. Die Landesregierung habe die Förderrichtlinie - die Bedingungen zum Abruf des Geldes - verschleppt. «Sie ist immer noch erst im Ankündigungsmodus.» Sie hoffe, dass bis Ende des Jahres das erste Geld fließen könne.

Zielgerichtetes Konzept fehlt

Es gebe zudem keine zielgerichteten Konzepte, wie die rund 40 000 Lehrer pädagogisch fortgebildet werden könnten. Und es mangle an der notwendigen Infrastruktur: Von den mehr als 1600 Schulen verfügten bislang nur 439 über Anschlüsse mit einer Bandbreite von mindestens 30 Mbit, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage ihrer Partei vom Februar hervor gehe.

Bildungsgerechtigkeit ist gefordert

Nach Einschätzung des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) fehlt ein Digitalisierungskonzept für die Schulen in Rheinland-Pfalz. Die Bildungsgerechtigkeit dürfe nicht bei der Digitalisierung Halt machen.

Der Digitalpakt Schule sieht vor, dass der Bund in den kommenden Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro für digitale Geräte und Lernprogramme in Schulen zahlt. Davon entfallen rund 241 Millionen auf Rheinland-Pfalz.


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