19.11.2014 | GdW

Steigende Energiepreise als Preistreiber beim Wohnen

GdW-Präsident Gedaschko wurde im Amt bestätigt
Bild: GdW

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat zum Auftakt des Tages der Wohnungswirtschaft in Berlin aktuelle Daten zu Miet- und Energiepreisen vorgestellt. GdW-Präsident Axel Gedaschko wurde auf dem Verbandstag vorzeitig für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

"Die größten Preiserhöhungen für die Mieter entstehen durch steigende Energiepreise, Stromkosten und Steuern", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Dies seien die entscheidenden Stellschrauben, um Wohnen in Deutschland weiterhin bezahlbar zu halten. Die öffentliche Diskussion müsse diese Aspekte intensiver beleuchten und den Markt nicht nur von einer Seite betrachten.

Nettokaltmieten geringer als bundesweite Bestandsmieten

Die Nettokaltmieten sind in den Wohnungsunternehmen, die Mitglieder des GdW sind, von 2012 auf 2013 um 2,2 Prozent auf 5,15 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Damit liegen die Nettokaltmieten in den Beständen des GdW unter den bundesweiten Bestandsmieten von 5,42 Euro pro Quadratmeter. Bei dem Vergleich muss berücksichtigt werden, dass diese Nettokaltmieten nicht ausschließlich Bestandsmietverhältnisse widerspiegeln, sondern auch Neu- und Wiedervermietungen sowie Mieterhöhungen, die aufgrund von Modernisierungen notwendig geworden sind, beinhalten. Die Kaltmieten stiegen langsamer als die warmen Betriebskosten. "Betriebskosten, auf deren Höhe Vermieter keinen Einfluss haben, sind ein wesentlicher Kostenfaktor für das Wohnen", so Gedaschko.
Von 2000 bis 2014 haben sich beispielsweise die Strompreise um 103 Prozent erhöht. Erzeugung, Transport und Vertrieb des Stroms machen inzwischen weniger als 50 Prozent des gesamten Strompreises aus, der Rest entfällt auf Umlagen, Abgaben und Steuern: Umlage für erneuerbare Energien, Umlage für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Offshore-Haftungsumlage, Sonderkundenumlage, Konzessionsabgabe, Stromsteuer, Mehrwertsteuer.

Sparsames Verhalten und energetische Sanierungen

Die Betriebskosten haben sich bei den GdW-Unternehmen nur relativ geringfügig erhöht. Die Mieter mussten für die kalten Betriebskosten im Jahr 2013 durchschnittlich 1,41 Euro pro Quadratmeter vorauszahlen, das sind 2 Cent mehr als im Vorjahr. Die Vorauszahlungen bei den warmen Betriebskosten sind von 2012 auf 2013 um 4 Cent gestiegen und liegen jetzt bei  1,12 Euro pro Quadratmeter. Auch im längerfristigen Vergleich liegt der Anstieg der Betriebskosten bei den GdW-Unternehmen unterhalb der bundesweiten Teuerungsrate für Energie nach dem Verbraucherpreisindex. Während die warmen Betriebskosten bei den GdW-Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2013 um 29 Prozent angestiegen sind, erhöhten sich die Preise bei den dafür relevanten Kostenarten um 73 Prozent. Die kalten Betriebskosten sind bei den GdW-Unternehmen im gleichen Zeitraum um 12 Prozent und im bundesweiten Durchschnitt um 14 Prozent gestiegen. Die deutlichen Einsparungen seien sowohl durch ein sparsameres Verhalten der Mieter beim Energieverbrauch als auch durch vorgenommene energetischen Sanierungen zu erklären, sagte Gedaschko.

GdW-Präsident im Amt bestätigt

Auf dem Verbandstag des GdW wurde Axel Gedaschko vorzeitig für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Die zweite Amtsperiode beginnt Anfang 2016. Der frühere Hamburger Senator, der seit 2011 an der Spitze des Verbands steht, bedankte sich für das Vertrauen. In seiner nächsten Amtsperiode werde er sein Hauptaugenmerk auf investitionsgerechte Bedingungen für die rund 3.000 Verbandsmitglieder legen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Energie

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