Nebenkosten: Smartes Energiesparen wird noch kaum genutzt
Anfang dieses Jahres verfügte jeder zehnte (3,7 Millionen) private Haushalt in Deutschland über ein intelligentes Energiesystem. In den Wohnungen und Häusern ist oftmals der Fernseher das einzige Gerät, das mit dem Internet verbunden ist und smart zu steuern ist – das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
22,3 Millionen Haushalte (59 Prozent) haben ein solches TV-Gerät. 15 Prozent (5,8 Millionen) besaßen zum untersuchten Zeitpunkt internetfähige Lautsprecher und bei 13 Prozent (4,9 Millionen) fanden sich Staubsauger, Kühlschränke, Waschmaschinen oder ähnliche Haushaltsgeräte in den Heimnetzen. Für die Sicherheit von Wohnung oder Hauses verfügten knapp zehn Prozent (3,6 Millionen) der privaten Haushalte über smarte Sicherheitssysteme wie Alarmanlagen, Rauchmelder oder Überwachungskameras.
Intelligente Systeme: Energie effizienter nutzen
Wegen der hohen Energiepreise und steigender Nebenkosten versuchen derzeit viele Haushalte, den Verbrauch zu senken. Dabei könnten laut Destatis intelligente Energiemanagement-Systeme wie Thermostate, Stromzähler und Beleuchtung helfen, indem sich zum Beispiel die Heizung beim Öffnen des Fensters automatisch ausschaltet oder herunterregelt, sobald niemand mehr in der Wohnung ist – bequem geregelt per App und Sprachsteuerung je nach den individuellen Bedürfnissen.
Smartes Energiemanagement: Frage des Einkommens
Mit steigendem Haushaltseinkommen steigt die Ausstattung mit smarten Geräten und Systemen, berichtetn die Bundestatistiker weiter. In Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2.500 Euro verfügten demnach zum Beispiel 46 Prozent der Haushalte über einen smarten Fernseher, während ein solches Gerät in 71 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 2.500 Euro bis 18.000 Euro stand.
Smarte Energiemanagement-Systeme waren in 14 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen von 2.500 Euro bis 18.000 Euro vorhanden. Damit waren diese Haushalte laut Destatis rund dreimal häufiger mit diesen Systemen ausgestattet als Haushalte mit einem Einkommen bis 2.500 Euro (vier Prozent). Smarte Sicherheitssysteme gab es in sieben prozent der Haushalte mit der niedrigen Einkommensklasse bis 2.500 Euro und in zwölf Prozent der Haushalte in der Einkommensklasse von 2.500 Euro bis 18.000 Euro.
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