| Trinkwasserverordnung

Legionellen: Landkreis Goslar geht gegen Wohnungseigentümer vor

Wohnungseigentümern droht nach Legionelleninfektion Bußgeld
Bild: Haufe Online Redaktion

Gegen mehrere hundert Wohnungseigentümer hat der Landkreis Goslar Bußgeldverfahren eingeleitet. Grund: Die Eigentümer weigern sich, nach einer Legionelleninfektion die Wasserleitungen spülen zu lassen.

Der Landkreis Goslar geht rechtlich gegen mehrere Hundert Wohnungseigentümer eines Wohngebäudekomplexes in Bad Harzburg vor. Grund sei die Weigerung der Eigentümer, die angeordnete Spülung der von Legionellen befallenen Wasserleitungen des Gebäudes von einer Fachfirma vornehmen zu lassen, sagte ein Sprecher. Das Gesundheitsamt hatte verfügt, dass die Trinkwasserinfektion durch die gesundheitsgefährdenden Bakterien beseitigt werden muss.

Rund 300 Anhörungsbögen zu Bußgeldbescheiden habe der Landkreis bis zum Wochenbeginn bereits verschickt, sagte der Sprecher. Etwa 150 weitere sollen in den kommenden Wochen folgen. Im Einzelfall drohe ein Bußgeld bis zu 5.000 Euro.

Die „Goslarsche Zeitung“ hatte berichtet, dass sich die Eigentümerversammlung aus Kostengründen mehrheitlich gegen die rund 10.000 Euro teure erneute Spülung der Wasserleitungen ausgesprochen hatte.

Lesen Sie auch:

BGH: Vermieter kann für Legionelleninfektion haften

Erhöhter Legionellenwert rechtfertigt Mietminderung

Schlagworte zum Thema:  Legionellen

Aktuell

Meistgelesen